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Das Campus-Leben kehrt an der Georg-August-Universität Göttingen zurück

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Viele Studierende auf dem Zentralcampus der Georg-August-Universität Göttingen.
Semesterstart bei strahlendem Sonnenschein und vielen Studierenden auf dem Zentralcampus: Dort laden Sitzgelegenheiten zum Verweilen ein. Das Sommersemester startet in Präsenz. © Pauline Bräuer

Die Uni Göttingen startet in ein neues Sommersemester - erstmals seit der Pandemie wieder in Präsenz.

Göttingen – Es geht wieder los. Endlich! Nicht nur der Platz der Göttinger Sieben füllt sich. Auch die Sitze in den Vorlesungssälen der Universität Göttingen im Zentralen Hörsaalgebäude (ZHG) sind gut besetzt. Am ersten Tag nach vier Pandemiesemestern ist zum Start der Lehrveranstaltungen in diesem Sommersemester fast wie in der Vor-Corona-Zeit.

Wer in den vergangenen zwei Jahren ein Studium begann, hatte bislang nicht viel vom Studierendenleben. Nun gibt es wieder die ersehnte Rückkehr zur Normalität. Oder wie es der Universitätspräsident Metin Tolan in seinem Begrüßungsvideo sagt: eine „vorsichtige Normalität“. Schuldig blieb die Uni, wie Zahl der neuen Erstsemester. Warum nur?

Schon seit vergangener Woche sammeln sich vor allem Erstsemester auf dem Campus. Anneka von Stemm beginnt gerade mit ihrem Theologiestudium. „Aktuell ist alles noch sehr neu und überfordernd an der Uni“, sagt sie. Um den Erstsemestern („Erstis“) einen leichteren Start ins Studium zu ermöglichen, bieten die verschiedenen Fakultäten Orientierungswochen – kurz O-Phasen genannt – an.

Blick in einen Hörsaal der Uni Göttingen.
Blick in einen Hörsaal der Uni Göttingen: Unter anderem bei den Vorlesungen besteht bis Ende April weiterhin Maskenpflicht. © Pauline Bräuer

Während die Mediziner und Sozialwissenschaftler schon vor einer Woche ihre Erstsemester begrüßten – und diese bereits teils verkleidet und mit Getränken ausgestattet in der Stadt zu sehen waren–, startete die Orientierungswoche für Studierende der Wirtschaftswissenschaften und Theologie in dieser Woche.

Es geht vor allem darum, sich untereinander, die Stadt und die Uni besser kennenzulernen. Dafür hat die wirtschaftswissenschaftliche Fakultät, nachdem ihre vorherige O-Phase zum Wintersemesterstart coronabedingt abgebrochen werden musste, für ihre rund 300 Erstis viel Programm organisiert.

Neben Einführungsveranstaltungen und Vorlesungen wurde auch eine Stadtrallye für die neuen Studierenden organisiert. Verbunden mit kleinen Aufgaben und witzigen Spielen wie Sackhüpfen und Bobbycar-Rennen gehen die Gruppen einmal um den Wall.

Auch eine Nachtwanderung zu den Schillerwiesen ist geplant. „Dabei steht natürlich auch im Fokus die neuen Mitstudieren kennenzulernen und Freunde zu finden“, sagt Franziska Heisig, eine der vier Hauptverantwortlichen der O-Woche an der WiWi-Fakultät.

Vor allem auf das Leben auf dem Campus und den Austausch mit anderen Studierenden freue ich mich.

Studentin Sofia, 2. Master-Semester

Schon das Wintersemester 2021/22 bot eine Mischung aus Online- und Präsenzlehre. Seit Anfang April gilt nun die „Stufe 0“ des Covid-19-Stufenplans der Uni – und somit kehren mit dem Sommersemester-Start alle Studierende an die Uni zurück. Das bedeutet, dass endlich wieder Lehrveranstaltungen in Präsenz umgesetzt werden können.

Nur in begründeten Fällen soll eine Online- oder Hybrid-Lehre möglich sein. Das gilt auch für Prüfungen. Abweichend von der „Stufe 0“ wurde die Tragepflicht eines Mund-Nasen-Schutz (OP-Maske oder FFP2) aber bis zum Ende April verlängert. Es gilt in allen Uni-Gebäuden und bei Lehrveranstaltungen. Ein 3G-Nachweis für Lehrveranstaltungen, Bibliotheken oder die Mensa ist aber nicht mehr erforderlich.

Nicht nur „Erstis“ freuen sich über die Präsenzlehre. Insbesondere Studierende, die während Corona angefangen haben, sind froh, „ihre“ Uni auch von innen sehen zu können. Sofia, eine Kulturanthropologiestudentin im zweiten Mastersemester sagt: „Vor allem auf das Leben auf dem Campus und den Austausch mit anderen Studierenden freue ich mich.“

Auch in der Campus-Gastronomie stehen Neuerungen an. Seit gut sieben Monaten ist die Mensa am Turm im Göttingen nun vegan/vegetarisch unterwegs. Basierend auf einem Klimaschutzplan gibt es seit Herbst vergangenen Jahres rein vegetarische und vegane Speisen (wir berichteten). Der Start lief gut – bis mit der Corona-Verordnung im November ein Dämpfer kam: Das Essensangebot musste reduziert werden.

Jetzt wird das Angebot wieder ausgeweitet und es stehen sogar drei Desserts zur Auswahl. Statt Tagesdessert zum Gericht gibt es sogar Gratiswasser. Die Zentralmensa hat wieder samstags von 11.45 bis 14.30 Uhr geöffnet. Und das Café am Turm sowie die Cafeteria SUB öffnen wieder.

Zudem bieten die neuen Mensen@Home-Automaten die Möglichkeit, das Lieblingsgericht nach Abholung entspannt zu Hause zu genießen. Per App kann das Menü einen Tag vorher bestellt und an drei Automaten abgeholt werden. (Pauline Bräuer)

Weitere Informationen unter uni-goettingen.de

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