Heinz-Erhardt-Abende in Baptistenkirche

Das Junge Theater findet für Gastspiele neue Partner in der Region

Das Junge Theater gastiert im November erstmals in der Göttinger Baptistengemeinde: (von links) Kathrin Müller-Grüß, Jutta Rehpenning, Nico Dietrich, Henrik Diekmann und Michael Vauk.
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Das Junge Theater gastiert im November erstmals in der Göttinger Baptistengemeinde: (von links) Kathrin Müller-Grüß, Jutta Rehpenning, Nico Dietrich, Henrik Diekmann und Michael Vauk.

Mit szenischen Lesungen will das Junge Theater Göttingen in Kindergärten und Grundschulen der Region gastieren. Außerdem sind in der Spielzeit 2020/21 vier Vorstellungen des Heinz-Ehrhardt-Abends „Danke für das Geräusch“ in der benachbarten Baptistengemeinde geplant.

Göttingen – „Eine erste Anfrage aus Hann. Münden haben wir bereits“, berichtete Intendant Nico Dietrich bei einem Pressegespräch im Jungen Theater. „Zwei verschiedene szenische Lesungen planen wir“, kündigte Theaterpädagogin Kathrin Müller-Grüß an. Premiere feiern sie im Theater an der Bürgerstraße 15. Am Sonntag, 8. November, um 14 Uhr ist Jaqueline Sophie Mendel erstmals im Janosch-Stück „Ich mach dich gesund, sagte der Bär“ zu sehen und zu hören. Es richtet sich an Kinder ab vier Jahren. Agnes Giese liest am Sonntag, 29. November, um 14 Uhr erstmals „Der kleine Vampir“ nach Angela Sommer-Bodenburg für Kinder ab sechs Jahren.

Die Aufführungen im Theater richten sich an junge Familien. 45 Besucher passen unter Corona-Bedingungen in den Saal. Die Schauspielerinnen, die kostümiert auftreten und Requisiten einsetzen, kommen auf Wunsch auch in Schulen und Kindergärten. „Wir benutzen den Hintereingang und halten alle Hygieneauflagen ein“, versicherte Dietrich.

Daneben bietet das Junge Theater klassische Schulstücke für die Oberstufe an. Jeweils bis zu 70 Jugendliche eines Jahrgangs dürfen bei fünf Schulvorführungen in den Saal. Zwei neue Inszenierungen gibt es: „Die Wahlverwandschaften“ nach Johann Wolfgang von Goethe und „Der goldene Topf“ nach E.T.A. Hoffmann. Im Repertoire sind zudem das Rechechestück „Fridays, Future“ von Dietrich und Christian Vilmar, „Krieg. Stell dir vor, er wäre hier“ von Janne Teller sowie „Deutschland. Ein Wintermärchen“ nach Heinrich Heine.

„Ein Gewinn für den Unterricht“ seien solche gemeinsamen Theaterbesuche, betonte Lehrerin Jutta Rehpenning, die an der Integrierten Gesamtschule Bovenden den Fachbereich Musik/Kunst/Theater leitet.

Erstmals will das Junge Theater in der neuen Saison die Räume der Evangelisch-Freikirchlichen Gemeinde Göttingen nutzen, deren Kirche auf der anderen Seite der Bürgerstraße steht. Dort sind am Donnerstag und Freitag, 12./13. November sowie 3./4. Dezember, jeweils um 20 Uhr Heinz-Ehrhardt-Abende geplant. 100 Personen passen in den großen Saal, in dem unter normalen Bedingungen bis zu 400 Menschen Gottesdienst feiern können.

Intendant Dietrich staunte über die Lockerheit der Baptisten, die ohne viel Federlesen ihren Abendmahlstisch zur Seite schieben. „Uns ist der Inhalt, nicht der Raum heilig“, erklärte Pastor Henrik Diekmann. Deshalb stelle die von Ehrenamtlichen geführte Gemeinde ihren großen Gottesdienstraum unter der Woche den Kindern des Viertels als Indoor-Spielplatz zur Verfügung. Bei der Auswahl des Theaterstücks sei allerdings berücksichtigt worden, dass der Inhalt nicht den Glauben der Gemeindemitglieder verletze. (Michael Caspar)

junges-theater.de

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