Neubaustrecke war für anderthalb Stunden gesperrt

Defekter ICE: Fahrgäste mussten zwischen Göttingen und Kassel umsteigen

Umstieg mit Leitern auf freier Strecke: Ein ICE hatte einen technischen Defekt. Die Fahrgäste mussten mit einem anderen Schnellzug ihre Reise fortsetzen.
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Umstieg mit Leitern auf freier Strecke: Ein ICE hatte einen technischen Defekt. Die Fahrgäste mussten mit einem anderen Schnellzug ihre Reise fortsetzen.

Ein kleines Abenteuer erlebten etwa 150 Reisende, die am Dienstag in Nachmittagsstunden auf der Schnellfahrstrecke zwischen Göttingen und Kassel von einem ICE in einen anderen Schnellzug umsteigen mussten.

Rosdorf – Glücklicherweise wurde dabei niemand verletzt. Der Schnellzug war auf dem Weg Richtung Karlsruhe, als er am Dienstag gegen 13.15 Uhr auf freier Strecke wegen eines technischen Defekts ausfiel und kurz vor dem Leinebuschtunnel stehen blieb. Zunächst war überlegt worden, die Passagiere mit Bussen abzuholen.

Doch glücklicherweise stand im Bahnhof Göttingen ein leerer ICE bereit, der kurzfristig aktiviert werden konnte. Dieser wurde dann in Richtung Leinebuschtunnel gefahren.

Dort mussten die Passagiere über Leitern den defekten Zug verlassen und über weitere Leitern in den anderen Zug umsteigen. Dabei waren 17 Aktive der Freiwilligen Feuerwehren aus Rosdorf und Mengershausen im Einsatz, um den Passagieren, die zum Teil viel Gepäck dabei hatten, zu helfen. Schließlich fuhr der Zug gegen 15.30 Uhr mit den Fahrgästen in Richtung Süden weiter.

Für die Feuerwehr war der Einsatz nach Angaben von Gemeindebrandmeister Martin Willing nicht einfach, da sich die Einsatzkräfte über enge Straßen den Weg zum Zug bahnen mussten. „Wir haben zudem großes Glück gehabt, dass der Zug nicht im Tunnel zum Stehen kam“, sagte Willing.

Die Neubaustrecke war für gut anderthalb Stunden gesperrt, der ICE-Verkehr wurde zwischenzeitlich über Eichenberg und die Altbaustrecke umgeleitet. (bsc)

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