Unternehmen im Industriegebiet rechnen mit Verlusten

Defektes Kabel: 5000 Göttinger für zwei Stunden ohne Strom

Göttingen. In Teilen von Göttingen und Bovenden gab es am Dienstag einen Stromausfall. Schwierig war der Ausfall vor allem im Industriegebiet an der Robert-Bosch-Breite.

Aktualisiert am Dienstag um 15.40 Uhr.  

Betriebe wie der Fleischproduzent Eisenacher rechnen bereits mit wirtschaftlichen Verlusten. Die Maschinen standen zwei Stunden still, einige Anlagen konnten auch danach nur langsam wieder angefahren werden. 

Laut Silvia Eisenacher, die das Familienunternehmen zusammen mit ihrem Mann leitet, musste bereits in der Verarbeitung befindliches Fleisch entsorgt werden. „Wir haben 160 Mitarbeiter, die zwei Stunden lang nicht arbeiten konnten.“ 

Die Betriebe im Industriegebiet Nord waren unterschiedlich betroffen. Das Bosch-Werk besitzt eine eigene Stromversorgung und hatte daher keinen Ausfall, in der Kaufland-Filiale sprang für eine halbe Stunde ein Notstromaggregat ein. Nach Mitarbeiterangaben konnten die Kunden weiter einkaufen, Kassensysteme und Kühltheken wurden nicht beschädigt. 

Laut EAM war ein defektes Mittelspannungskabel die Ursache für den Stromausfall. Dieser begann um 9.49 Uhr. Zunächst gab es Ausfälle im Bereich der Robert-Bosch-Breite in der Weststadt, Später fiel offenbar der Strom auch in Teilen von Weende und Grone aus. Betroffen war auch Bovenden. Nach und nach konnte die Versorgung wieder hergestellt werden. 

Verkehrsampeln waren nach Angaben der Polizei nicht betroffen. Auch sonst seien keine größeren Zwischenfälle bekannt geworden, sagte eine Sprecherin von EAM. 

Um 11.36 Uhr war die Störung behoben, hieß es auf Anfrage. Nach Schätzungen der EAM waren etwa 4800 Einwohner von dem Ausfall der Stromversorgung betroffen.

Rubriklistenbild: © dpa

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