Kika-Songschreiber-Wettbewerb

Dein Song: Göttinger Sänger Lars glänzte und gratulierte Siegerin Sarah

„Der Göttinger Sänger Lars Schmidt (19) neben der Siegerin Sarah (15) - er  zeigt mit dem Finger auf sie und freut sich mit.
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„Dein Song“: Der Göttinger Sänger Lars Schmidt (19) begeisterte viele, am Ende gratulierte er Siegerin Sarah.

Finale am Freitagabend beim Wettbewerb „Dein Song“: Am Ende sollte es für den überzeugenden Lars Schmidt (19) aus Göttingen mit „Perfekt sein“ nicht ganz zum Sieg reichen.

Göttingen/Leipzig - Den Titel „Songschreiber des Jahres 2021“ holt nach Auszählung des Zuschauervotings Sarah, die 15 Jährige aus Bocholt rockte die Bühne des Leipziger Studios Media City Alert - zusammen mit Revolverheld-Sänger Johannes Plate, der ihr Musikpate war.

„Leise Worte werden laut“, der rockigste Song im Wettbewerb der insgesamt acht Sängerinnen und Sänger, überzeugte die meisten der per Telefon oder online abstimmenden Zuschauer – oder mobilisierte die größte Unterstützer-/ Freundesgemeinde.

Die glückliche Gewinnerin freute sich über eine Talentförderung von 5000 Euro und war nach Übergabe der „Dein Song“-Trophäe durch das Moderationsduo Johanna Klum und Bürger Lars Dietrich begeistert: „Ich glaube es nicht, das ist so unfassbar.“

Den für sie „unglaublichen Moment“, als der Umschlag geöffnet und ihr Name genannt wurde, hätte auch Lars Schmidt aus Göttingen erleben können. Er hatte zuvor mit seinem textstarken Popsong „Perfekt sein“ und Paten Topic einen starken Auftritt hingelegt – hatte aber auch die ungünstige Startnummer eins. Die Spannung bei ihm und den Unterstützern in der Heimat, auch vielen Schülerinnen und Schülern am Theodor-Heuss-Gymnasium (THG), wo Lars zurzeit im Abitur steht, stieg vor der Bekanntgabe.

Besonders, als beim Warten auf die Resultate, die Finalisten aus der Vorjahresstaffel nach ihren Favoriten auf den Sieg gefragt wurden: Vier von ihnen hatten sich für Lars entschieden. So tippelte der plötzlich zum Mitfavoriten avancierte 19-Jährige von einem Fuß auf den anderen und zeigte ein positives Fingerzeichen in die auf ihn gerichtete Kamera. „Da dachte ich kurz, Mensch, ich könnte das gewinnen“, sagte Lars am Sonntag gegenüber unserer Zeitung, als er seine vielen Glückwünsche, Nachrichten und Anrufe abarbeitete („Es ist schön, dass sich so viele melden und sagen, dass mein Song ihnen gefallen hat“). Doch die Meinung der Vorjahresteilnehmer spielte keine Rolle im Abstimmungsverfahren: Sarah gewann.

Lars aber konnte erhobenen Hauptes nach Göttingen fahren: Der Auftritt war stark, der selbst komponierte mit dem daueraktuellen Thema Zwang zur Perfektion, kam bei Experten und Publikum hervorragend an und wertete insgesamt den sehenswerten Schluss-Akkord der 13. Staffel des Songwriting-Wettbewerbs auf. Siegerin Sarah sagte treffend: „Alle Songs waren heute Abend richtig toll und es ist so schön, wie wir uns alle gegenseitig unterstützen.“

Eine Erfahrung, die auch Lars im Interview mit unserer Zeitung bereits vor dem Finale herausgehoben hatte: Freundschaft trotz Konkurrenz - das sei für ihn ein schönes und bleibendes Erlebnis gewesen. Begeistert erzählt Lars auch am Sonntag von dieser tollen Atmosphäre während der Dreharbeiten, die sich über mehr als ein halbes Jahr verteilten.

So sei ein richtiges Netzwerk entstanden, mit den aktuellen Teilnehmern, aber auch ehemaligen Dein-Song-Mitmachenden. „Daraus werden auch Musikprojekte entstehen, hofft Lars Schmidt. „Ein Song aller Finalteilnehmer ist schon fertig, ist auf YouTube zu sehen“, erzählt Lars. „Ein Projekt mit Sarah ist ebenfalls geplant.“

Die technischen Bedingungen dafür sind vorhanden: Im Dachgeschoss des Elternhauses bastelt er an Songs im selbst eingerichteten Tonstudio. Zunächst gilt es für den begeisterten Handballer, der auch in Plesse, Northeim, Weende und Geismar spielte, die anstehenden Abitur-Klausuren am THG zu schaffen. In dieser Woche aber ist Spaß angesagt: Nach der Handball-Sport-Prüfung heißt es nämlich: Motto-Woche.

Ab sofort dürfen sich junge Komponisten mit Songideen auf kika.de für die 14. Ausgabe des Wettbewerbs bewerben. Thomas Kopietz

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