Demonstranten fordern menschenwürdige Unterbringung von Flüchtlingen

+
Große Beteiligung: Mehr als 500 Teilnehmer demonstrierten gegen die dauerhafte Unterbringung von Flüchtlingen auf der Siekhöhe.

Göttingen. Über 500 Aktivisten, Flüchtlinge und Passanten haben am Donnerstag gegen die Unterbringung von Neuankömmlingen in der Großunterkunft Siekhöhe in Göttingen demonstriert.

Der friedliche Zug führte sie vom Neuen Rathaus durch die Innenstadt bis zum Marktplatz.

Für den Anmelder der Kundgebung, Edgar Schu (Die Linke), war dies der Beweis, dass die Frage der künftigen Flüchtlingsunterbringung in der Uni-Stadt nicht nur in Helfer- und Betroffenenkreisen ein aktuelles Thema ist.

Gemeinsam mit verschiedenen Göttinger Flüchtlingsnetzwerken, hatte Schu die Kundgebung organisiert. Unter anderem waren Helfer von den Wohnheimen Große Breite, Voigtschule, IWF, den Zietenterrassen, Our House 10 sowie aus Geismar beteiligt.

Im Einzelnen forderten die Demonstranten die Großunterkunft Siekhöhe nur für eine vorübergehende Unterbringung in Notfällen zu nutzen. Auf der Siekhöhe sollen, wie berichtet, bis zu 400 Menschen in einer Halle untergebracht werden. Diese Form des Zusammenlebens verurteilen die Aktivisten als nicht menschenwürdig.

Stattdessen schlugen die Demonstranten vor, für die Unterbringung von Geflüchteten künftig leerstehende Wohnungen und Häuser in Göttingen zu nutzen.

Um ihren Forderungen Nachdruck zu verleihen, hatten sie diese in einem offenen Brief an Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler (SPD) verfasst. Dieser war am Nachmittag jedoch weder zu einer persönlichen Entgegen- noch einer Stellungnahme gegenüber den vor dem Rathaus versammelten Demonstranten bereit.

Demo gegen Flüchtlingsunterkunft Siekhöhe

Lesen Sie auch:

- Zwangsumzug von Flüchtlingen verhindert

- Vor Umzug: Experte prüft Kakerlakenbefall in Flüchtlingsheim

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.