Protestaktion

Demonstranten fordern Schließung von Flüchtlingsunterkunft auf Siekhöhe

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Demonstration für die Schließung der Flüchtlingsunterkunft auf der Göttinger Siekhöhe: Mehr als 100 Teilnehmer waren am Samstag dabei. 

Göttingen. Gleich mehrere Forderungen für Flüchtlinge stellten am Samstag etwa 130 Demonstranten in der Göttinger Innenstadt.

So soll die Flüchtlingsunterkunft auf der Göttinger Siekhöhe und generell alle menschenunwürdigen Massenunterkünfte geschlossen werden. Weiterhin forderten die Demonstranten den Ausbau der dezentralen Unterbringung mit Möglichkeit der Wohnungswahl nach individuellen Bedürfnissen, eine konsequente Nutzung von leer stehenden Gebäuden und einen öffentlichen Wohnungsbau, der guten und bezahlbaren Wohnraum für alle Göttinger Bürger schafft.

Der Demonstrationszug startete auf der Roten Straße und ging im weiteren Verlauf durch mehrere Straßen der Innenstadt bis zum Neuen Rathaus. Dort sollen am Dienstag um 18.45 Uhr die auf der Aktion gesammelten Unterschriften für eine Schließung der Siekhöhen-Unterkunft an die Verwaltung überreicht werden. Während der Sitzung des Sozialausschusses der Stadt Göttingen steht das Thema auf der Tagesordnung.

Weniger Plätze

Die Stadt will die Plätze in Wohnheimen für Flüchtlinge in den kommenden eineinhalb Jahren um etwa 400 auf 1600 reduzieren. Vier von zwölf Unterkünften sollen geschlossen werden. Das sind die ehemalige Voigt-Schule an der Bürgerstraße, Einrichtungen an der Großen Breite und an der Gustav-Bielefeld-Straße sowie das ehemalige IWF-Gebäude am Nonnenstieg.

Nicht auf der Streichliste ist die Gemeinschaftsunterkunft auf der Siekhöhe. Doch schon seit der Eröffnung gibt es Kritik gerade an dieser Einrichtung. So gebe es in der Halle kein Tageslicht, keine Rückzugsmöglichkeiten und keine Zimmerdecken. Das Beleuchtungssystem ist zentral gesteuert, der Lärmpegel sei unerträglich, sagen die Demonstranten.

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