Einsatz für mehr Gleichberechtigung

Demonstrationszug gegen sexualisierte Gewalt und für mehr Frauenrechte

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Vor dem internationalen Frauentag: In Göttingen demonstrierte das Göttinger feministische Bündnis mit einem Zug durch die Innenstadt für mehr Frauenrechte und gegen Sexismus.  

Göttingen. Vier Tage vor dem internationalen Frauentag haben am Samstag etwa 300 Teilnehmer eines Demonstrationszuges in Göttingen mehr Frauenrechte eingefordert.

Unter dem Motto „Wir kämpfen nicht für Blumen“ zog der Tross von einem größeren Polizeiaufgebot begleitet vom Alten Rathaus durch die Innenstadt, am Bahnhof vorbei zum Flüchtlingswohnprojekt OM10 in der Oberen Masch und von dort durch die Groner Straße zum Wilhelmsplatz. Zwischenfälle gab es nicht.

Aufgerufen zu der Demo hatte ein feministisches Göttinger Bündnis, unterstützt von der Grünen Jugend Göttingen.

„Der internationale Frauentag ist für uns mehr als nur die vermeintliche Gleichstellung zweier Geschlechter zu feiern und Blumen zu verschenken“, betonten Rednerinnen während mehrerer Stopps. „Für uns ist dieser Tag der internationale Frauen-Lesben-Trans-Kampftag.“

Es geht ihnen darum, gemeinsam Kämpfe „gegen das Patriarchat und für Emanzipation und Selbstbestimmung“ zu führen. Gemeinsam wolle man „für sexuelle Selbstbestimmung kämpfen und für eine Welt ohne Sexismus und sexualisierte Gewalt“. Diese sei „in unserer männlich dominierten Gesellschaft nach wie vor alltäglich“.

Gewalt gegen Frauen ist verbreitet

Jede siebte Frau erlebe nachweislich sexuelle Gewalt, und die Dunkelziffer sei vermutlich noch viel höher. Ein weiteres Thema war daher auch die sexuelle Selbstbestimmung. „Queer-, Inter- und Trans-Personen“ würden vielfach ebenso von der Gesellschaft ausgegrenzt wie von Rassismus betroffene Menschen, weshalb die Teilnehmer auch bessere und sicherere Unterkünfte für geflüchtete Frauen forderten.

Dass die Polizei den Demonstrationszug durch die Innenstadt mit einem überraschend starken Aufgebot begleitete, war laut Polizei eine reine Vorsichtsmaßnahme. „Es war für uns nicht absehbar, wie sich die Demonstration auch mit Blick auf die parallel stattfindende Kundgebung des Freundeskreises Thüringen/Niedersachsen am Bahnhof entwickeln würde“, sagte Polizeisprecherin Jasmin Kaatz. 

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