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Demonstration in Göttingen: Solidarität mit inhaftierten Klimaaktivisten

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Von: Per Schröter

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Beginn der Demonstration am Weender Tor in Göttingen: Die Teilnehmer der Aktion von „End Fossil: Occupy“ setzten am Samstag unter anderem für die Freilassung aller derzeit inhaftierter Klimaaktivisten ein.
Beginn der Demonstration am Weender Tor in Göttingen: Die Teilnehmer der Aktion von „End Fossil: Occupy“ setzten am Samstag unter anderem für die Freilassung aller derzeit inhaftierter Klimaaktivisten ein. © Per Schröter

Solidarität mit Klimaaktivisten steht bei einer Demonstration in Göttingen im Mittelpunkt. Die Teilnehmer fordern ein Ende der Kriminalisierung der Klimagerechtigkeitsbewegung.

Göttingen – Unter dem Motto „Klimaaktivismus ist kein Terrorismus!“ hat das Bündnis „End Fossil: Occupy“ am Samstagnachmittag mit einem Protestzug in Göttingen für die Freilassung aller derzeit inhaftierten Klimaaktivisten und ein Ende der Kriminalisierung der Klimagerechtigkeitsbewegung demonstriert.

100 Teilnehmer sind dabei

Rund 100 Frauen und Männer versammelten sich am Weender Tor, um von dort aus über die Berliner Straße zum Groner Tor zu ziehen und dort eine Abschlusskundgebung zu halten. Weil die Veranstalter schon im Vorfeld angekündigt hatten, dass es auf dem nur rund 500 Meter langen Marsch mehrere Zwischenkundgebungen geben würde und die gesamte Aktion dadurch mehr als eineinhalb Stunden dauern würde, hatte die Polizei den Verkehr weiträumig um den zu dieser Zeit normalerweise stark befahrenen Bereich herumgeleitet.

„Wir wollen heute unsere Solidarität mit allen Menschen zum Ausdruck bringen, die aufgrund ihres Engagements für Klimagerechtigkeit mit einer Zunahme staatlicher Repressionen konfrontiert werden“, sagte Organisator Georg Lilie von End Fossil Göttingen.

Bericht von Aktivistin der Bewegung „Letzte Generation“

Gleich zu Beginn berichtete eine Aktivistin der Bewegung „Letzte Generation“, wie am vergangenen Dienstag bei ihr und vielen Mitstreitern bundesweit unter dem Vorwurf der Bildung einer terroristischen Vereinigung zeitgleich Razzien gab. „Auch die Besetzungen von Schulen und Universitäten durch unsere Bewegung sind in den vergangenen Tagen und Wochen vermehrt polizeilich geräumt und vielen Studierenden für diesen friedlichen Protest Hausverbot an ihren Universitäten erteilt worden“, sagte Georg Lilie.

„Unsere Aktionsformen entsprechen nicht den Konventionen konservativer oder rechter Politiker oder gar dem Geschmack der Vorstände von Banken und Konzernen“, so der Göttinger Aktivist. Dies mache sie aber nicht weniger legitim. „Sie sind vielmehr der aktuellen Situation und der Untätigkeit der Regierung entsprechend.“

Aktivisten: Leid durch Umweltzerstörung

Wer in Deutschland angesichts der Klimakatastrophe weiter den Abbau fossiler Brennstoffe fördere und ausbaue, sei bereits heute für unsägliches Leid durch Umweltzerstörung verantwortlich. „Menschen werden terrorisiert, traumatisiert und verlieren ihre Leben wie bei der diesjährigen Flut in Pakistan, die 33 Millionen Menschen zur Inlandsflucht gezwungen hat“, sagte Lilie. (Per Schröter)

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