Göttingen

Der Roman „Hiob“ auf der Bühne des Deutschen Theater Göttingen: Premiere am 3. Juli im DT-1

Szene aus „Hiob“ mit von links Gerd Zinck, Roman Majewski, Rebecca Klingenberg, Paul Trempnau, Florian Eppinger und Anna Paula Muth; Ein Mann kniet auf einem Kühlschrank mit einem Buch in der Hand, im Hintergrund liegen vier Menschen auf einer Rampe zwischen Müllsäcken, im Hintergrund steht ein Mann
+
Szene aus „Hiob“ mit von links Gerd Zinck, Roman Majewski, Rebecca Klingenberg, Paul Trempnau, Florian Eppinger und Anna Paula Muth

Ein tiefgläubiger Mann, der das Leben als Prüfung sah, sich aber bald dem Zweifel an der Frömmigkeit stellen muss – darum geht es in „Hiob“. Das Stück feiert Premiere am Göttinger DT.

Göttingen – „Hiob“, der Roman eines einfachen Mannes von Joseph Roth feiert am Samstag, 3. Juli, Premiere am Deutschen Theater (DT). In einer Bearbeitung von Matthias Reichwald, der bereits die Regie von „Der eingebildete Kranke“ am DT führte, lebt der Roman ab Samstag, 3. Juli, im Großen Haus, also dem DT–1, auf. Beginn ist zur üblichen Premiere-Zeit um 19.45 Uhr.

Die Familiengeschichte beginnt um 1900. In einem abgeschiedenen, russischen Dorf, lebt der Tora-Lehrer Mendel Singer mit seiner Frau Deborah und den Kindern Jonas, Schemarjah und Mirijam.

Premiere von „Hiob“ am DT Göttingen: Leben als Prüfung

Mendel betrachtet das Leben als Prüfung. Er nimmt Schicksalsschläge mit stoischer Demut hin und verteidigt sie als Teil eines göttlichen Willens, gegen den der Mensch nichts auszurichten hat.

Mit der Geburt seines jüngsten Sohnes Menuchim, der unter Epilepsie leidet, verlässt ihn allmählich das Glück eines bescheidenen Lebens. Nach weiteren Rückschlägen erscheint Mendel die Migration nach Amerika als einziger Ausweg.

Dafür muss er jedoch einen hohen Preis zahlen: Menuchim, zu dem er im Laufe der Jahre eine starke Bindung aufgebaut hat, muss zurückgelassen werden.

Premiere von „Hiob“ am DT Göttingen: Fremd und heimatlos

Angekommen in der neuen Welt ist der Leidensweg aber keineswegs beendet, Mendel fühlt sich in der Großstadt New York fremd und heimatlos. Geplagt von Verlusten, scheint auf seiner Familie weiter ein Fluch zu liegen. Geprüft und voller Schuldgefühle beginnt Mendel, an seinem unerschütterlichen Glauben zu zweifeln.

„Hiob“, ab Samstag, 3. Juli, im Deutschen Theatzer; weitere Termine: Freitag, 9. Juli, und Freitag, 16. Juli. Infos und Karten unter Tel. 0551/49 69 30 0 | dt-goettingen.de. (Thomas Kopietz)

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Kommentare

Hinweise zum Kommentieren:
Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.