Spitzenreiter Spatz

Nabu-Zählung bringt positive Ergebnisse - auch Meisen-Arten häufiger gesehen

Ein Schatz dieser Spatz: Bei der Nabu-Aktion „Stunde der Wintervögel“ brachte die Zählung den Spatz als Sieger hervor – er wurde am häufigsten gesehen.
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Ein Schatz dieser Spatz: Bei der Nabu-Aktion „Stunde der Wintervögel“ brachte die Zählung den Spatz als Sieger hervor – er wurde am häufigsten gesehen.

Der in niedersächsischen Gärten und Parks sowie auf Balkonen am meisten gesichtete Vogel in diesem Winter ist der Spatz. Er untermauerte damit seine Spitzenposition.

Göttingen - Mit einigem Abstand folgt als am zweitmeisten gesehene und registrierte Vogelart die Kohlmeise. Das geht aus einer vorläufigen Auswertung der bundesweiten Vogelzähl-Aktion „Stunde der Wintervögel“ des Naturschutzbundes (Nabu) hervor, wie die Organisation mitteilt.

Der Nabu registriert auch freudig: Bei der jährlichen Aktion, die am vergangenen Wochenende zum zwölften Mal veranstaltet wurde, sei die Teilnehmerzahl in Niedersachsen erneut gestiegen. „Wir gehen davon aus, dass sich mehr als 23 000 Vogelinteressierte zwischen der Insel Borkum und dem Eichsfeld beteiligten“, sagte Rüdiger Wohlers vom Nabu Niedersachsen.

Regional gab es im Flächenland Niedersachsen mit seinen vielfältigen Lebensräumen natürlich unterschiedliche Ergebnisse und Ranglisten. So wurde die Kohlmeise wurde demnach in diesem Jahr im Nordwesten deutlich häufiger gezählt als in den Vorjahren.

Spatz, Kohlmeise und Amsel

Den dritten Platz in der Gesamtwertung nimmt die Amsel ein – und das nehmen Vogeschützer wie -freunde mit großer Freude zur Kenntnis, das viele Tiere in den vergangenen Jahren dem tödlichen Usutu-Virus zum Opfer gefallen waren. „Ihr Bestand scheint sich nach den schweren Einbrüchen erholt zu haben“, bilanziert Wohlers.

Schöner Vogel: Ein Buchfink im Winter. Auch davon wurden mehr Tiere gezählt als im Vorjahr.

Ebenfalls häufiger als in den Vorjahren wurde in Niedersachsen die Blaumeise gesichtet. Sie kommt in der Tabelle auf Platz Vier. Danach folgt auf Rang Fünf der Feldsperling.

Insgesamt haben die Vogelfreunde in Niedersachsen seit dem 6. Januar mehr als 100 Vogelarten gemeldet. Dazu gehört die Mönchsgrasmücke. Der Zugvogel verzichte infolge des Klimawandels offenbar immer öfter darauf, den Winter im Süden zu verbringen.

Waldvögel nehmen zu

Positiv und auffallend sei auch die Zunahme von Waldvögeln. So wurden etwa 80 Prozent mehr Eichelhäher gemeldet. Auch der Buchfink sei stark vertreten. Besonders erfreulich sei das vermehrte Auftreten des Grünfinks mit einem Plus von fast 30 Prozent. „Dies freut uns umso mehr, da der Grünfink durch die Trichonomaden-Epidemie sehr stark betroffen war und viele dieser herrlichen Vögel ihr Leben lassen mussten“, sagt Rüdiger Wohlers.

Deutschlandweit haben inzwischen mehr als 146 000 Menschen ihre Vogelsichtungen gemeldet. Von über 103 000 Beobachtungspunkten wurden dabei mehr als 3,7 Millionen Vögel gesichtet.

Da noch nicht alle Daten ausgewertet wurden, können sich die Zahlen noch verändern – die Sichtungen steigen. Wer in den Tagen vom 6. bis 9. Januar Vögel gezählt hat, kann die Daten noch bis zum Montag, 17. Januar dem Nabu melden. (Thomas Kopietz mit epd)

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