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Deutsche Bahn: Funkstörungen aufgrund von „Sabotage“ behoben - Züge rollen mit Verspätungen

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Von: Bernd Schlegel

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Blick auf die Anzeigentafel im Bahnhof Göttingen: Im Fernverkehr ging am Samstag in den Vormittagsstunden nichts. Zeitweise war auch der Nahverkehr unterbrochen.
Blick auf die Anzeigentafel im Bahnhof Göttingen: Im Fernverkehr ging am Samstag in den Vormittagsstunden nichts. Zeitweise war auch der Nahverkehr unterbrochen. © Stefan Rampfel

Am heutigen Samstag kommt es im Bahnverkehr auch in Göttingen durch „Sabotage“ am Funk zu massiven Störungen. Der Verkehr rollt jetzt wieder - mit Verspätungen.

Update von Samstag, 15.03 Uhr: Inzwischen rollte der Verkehr auch wieder in Göttingen - wenn auch mit Verspätungen. Reisende sollten sich jedoch weiterhin vorab informieren. Grund für den Ausfall des Zugfunks am Morgen war offenbar Sabotage, wie die Bahn mittelte. Die Probleme seien auf eine Störung des digitalen Zugfunks GSM-R (Global System for Mobile Communications - Rail) zurückzuführen gewesen, erklärte die Bahn. „Er dient der Kommunikation zwischen den Leitstellen, die den Zugverkehr steuern, und den Zügen und ist damit unverzichtbarer Bestandteil für den reibungslosen Zugverkehr.“ Offenbar waren wichtige Kabel an zwei Stellen durchtrennt worden, wie Bundesverkehrsminister Volker Wissing (FDP) sagte.

Erstmeldung von Samstag, 11.05 Uhr: Göttingen - Ein technischer Fehler sorgt am heutigen Samstag für massive Probleme im Zugverkehr in Südniedersachsen und auch am Bahnhof Göttingen. Reisende sollten sich vorab informieren, ob ihr Zug fährt. Weitere Infos dazu gibt es hier, über die App „DB Navigator“ oder telefonisch unter 030/2970.

Störung im Bahnverkehr: Regionalverkehr lief wieder an

Zunächst ging am frühen Morgen im Bereich Göttingen gar nichts. Erst gegen 10 Uhr wurden wieder Regionalverbindungen angeboten - zum Beispiel mit dem Metronom Richtung Hannover/Uelzen, mit dem Cantus Richtung Kassel/Eschwege, mit der Regionalbahn Richtung Bad Harzburg sowie mit der NordWestBahn Richtung Paderborn. Schienenersatzverkehr ist deshalb nicht notwendig.

Im Fernverkehr lief gegen 11 Uhr zunächst noch nichts. Auch dort soll der Verkehr im Laufe des Tages wieder langsam anlaufen.

Störung im Bahnverkehr: Ursache für Fehler unklar

Die technische Störung betraf den wichtigen Zugbahnfunk. Er ist notwendig, damit die Lokführer und die Fahrdienstleiter entlang der Strecken miteinander kommunizieren können. Fällt diese Funkverbindung aus, so ist ein Betrieb nicht möglich.

Betroffen von der Störung waren weite Teile von Niedersachsen, Bremen, Hamburg und Schleswig-Holstein. Zu den Ursachen für die Störung ist bislang nichts bekannt.

Störung im Bahnverkehr: Sonderkulanz

Die Deutsche Bahn hat unterdessen eine Sonderkulanz eingerichtet: „Alle Fahrgäste, die ihre für 08.10.2022 geplante Reise aufgrund der Auswirkungen der Zugfunkstörung verschieben möchten, können ihr bereits gebuchtes Ticket für den Fernverkehr ab sofort bis einschließlich 7 Tage nach Störungsende flexibel nutzen. Sitzplatzreservierungen können kostenfrei storniert werden“, heißt es auf der Homepage der Bahn. Weitere Infos zu den Fahrgastrechten gibt es hier. (Bernd Schlegel, mit dpa)

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