Deutsche Olympische Gesellschaft: Bewegung und Beteiligung tut not

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Kritische und doch zuversichtliche Worte: DOG-Vorsitzende Petra Reußner beim Neujahrsempfang der Regionalgruppe.

Göttingen. Die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) lud zum Neujahrsempfang. Im Mittelpunkt standen die Veränderungen der internationalen Sportlandschaft.

Einen Neujahrsempfang der besonders entspannten Art erlebten am Sonntagvormittag die Gäste im Bistro des Deutschen Theaters. Geladen hatte die Deutsche Olympische Gesellschaft (DOG) Südniedersachsen/Göttingen, deren Vorsitzende Petra Reußner etwa 50 Sportfreunde begrüßte.

Gastredner war Prof. Johannes Dahm. „Der Mensch ist biologisch ein Säugetier und deshalb ist Bewegung für ihn artgerecht“, betonte der Herz- und Gefäßspezialist, der auch die Bundesliga-Basketballer der BG Göttingen als Teamarzt betreut.

Sich regelmäßig zu bewegen sei „unglaublich wichtig, damit man das Maximum an Lebenserwartung und Lebensqualität erreicht“. Sport müsse deshalb für jeden ein Teil des Lebens sein. Wichtig sei dabei die Freude an der Bewegung, jedoch am Besten ohne krankhaften Ehrgeiz. „Mein Ziel als Arzt ist es, Patienten nachhaltig für Bewegung zu begeistern“, sagte Dahm. Das sei in Göttingen mit Partner wie dem ASC, der städtischen GoeSF und dem Sportinstitut der Universität möglich. „Das sind alles tolle Beispiele dafür, wie man Menschen den Sport näher bringt.“

Petra Reußner schlug nachdenklich Töne an. „Wir leben in Zeiten, in denen sich vielfach etwas vollzieht, dass wir alle nicht für möglich gehalten haben – in Trump‘schen Zeiten.“ Nicht nur eine Reihe gesellschaftlicher Bereiche stehe vor existenziellen Veränderungen, sondern auch bedeutende Teile des Sports.

"Nicht zuschauen, sondern Einfluss nehmen"

„Noch sind beispielsweise der staatlich gelenkte Doping-Betrug in Russland und der Umgang des IOC damit ebenso wenig aufgeklärt wie die Korruptionsvorgänge bei den Fußballverbänden FIFA und der UEFA oder die Doping-Vertuschung beim Internationalen Leichtathletikverband IAAF“, so Reußner. „All diese Vorgänge in der Gesellschaft erschüttern und verunsichern sehr viele von uns.“

Resignation sei jedoch keinesfalls angesagt. Man dürfe niemals nur zuschauen, sondern müsse aktiv Einfluss nehmen – jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten. Für den Sport heiße das, dass „all die korrupten und intransparenten Bereiche von externen Stellen aufgeklärt und sanktioniert werden müssen.“

Im Geschäftsbereich der DOG Südniedersachsen/Göttingen stellen sich solchen Probleme glücklicherweise nicht. „Wir sind besonders am Aufbau einer regionalen Gesellschaft zur Förderung des Leistungssports der Kinder und Jugendlichen beteiligt, damit diese in unserer Region verbleiben können und hier Entwicklungsmöglichkeiten haben“, sagte Reußner.

„Wenn wir mit der schon grundsätzlich zugesagten Hilfe der Stadt, des Landkreises, der Sparkasse und vieler weiterer Unterstützer dieses Projekt ProSport realisieren könnten, wäre das ein großer Gewinn für uns alle hier in der Region.“

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