Jury lobt Stadt und Bürger

Deutscher Nachhaltigkeitspreis: Göttingen zählt zu Top-3-Großstädten

Göttingen aus der Vogelperspektive: Die Uni-Stadt zählt neben Stuttgart und Bottrop zu den nachhaltigsten Großstädten in Deutschland.
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Göttingen aus der Vogelperspektive: Die Uni-Stadt zählt neben Stuttgart und Bottrop zu den nachhaltigsten Großstädten in Deutschland. (Luftbild)

Podiumsplatz für Göttingen: Die Stadt landete beim Deutschen Nachhaltigkeitspreis 2022 unter den Top 3 der deutschen Städte und Kommunen.

Göttingen – Neben Stuttgart und Bottrop zählt Göttingen somit zu Deutschlands nachhaltigsten Großstädten. Bewerben konnten sich Kommunen, die sich dem Wandel hin zu einer umfassenden, nachhaltigen Stadtentwicklung stellen.

Wir freuen uns riesig über diesen Erfolg“, zeigte sich Oberbürgermeisterin Petra Broistedt begeistert, die die Konkurrenz mit Stuttgart und Bottrop als „sehr stark“ bezeichnete. „Dass wir unter die ersten Drei gekommen sind, ist eine tolle Anerkennung für die Stadt und alle, die zu einem nachhaltigen Weg Göttingens beitragen. Das spornt uns an, diesen Weg konsequent weiterzugehen“, so die Oberbürgermeisterin.

Nachhaltigkeitspreis zeichnet Umwelt-Engagement aus – viele Beteiligungsformate in Göttingen

In den vergangenen zehn Jahren gab es in Göttingen zahlreiche Beteiligungsformate, in denen sich das Engagement der Bürger für ein nachhaltiges Handeln der Stadtgemeinschaft wiederfindet und spiegelt. So gibt es jährlich die Göttinger Klimaschutz-Tage mit dem Klimaschutz-Markt. Und der Klimaschutz-Beirat, bestehend aus Akteuren der Stadtgesellschaft, ist seit 2013 ein stetig beratendes Gremium für die Verwaltung und die Politik.

Die Stadt verweist auch auf „laufende umfangreiche Bürgerbeteiligungsverfahren“, so bei Konzepten zur Biodiversitätsstrategie, zur Nahmobilität oder zum Klimaplans Verkehrsentwicklung. 2020 wurde der „Klimaplan Göttingen 2030“ initiiert. Ein „Ideenfinder“ und ein Projekt-Wettbewerb seitens der Bürger trugen Inhaltliches zu dem für die Zukunft der Stadt so wichtigen Konzept bei, das Ideen, Projekte und Konzepte für ein klimafreundliches Göttingen bündelt und Handlungsstrategien aufzeigt.

Referat Nachhaltige Stadtentwicklung: „Wahrer Schatz nachhaltiger Ansätze in Göttingen“

Personell aufgerüstet wurde auch das Referat Nachhaltige Stadtentwicklung, das jenseits der Dezernate relativ frei arbeiten kann. Leiterin ist Dina Epperlein, die allein aus der Bewerbung um den Nachhaltigkeitspreis 2022 viel gezogen hat. So auch die Erkenntnis, dass ein „wahren Schatz nachhaltiger Ansätze und Projekte in Göttingen“ deutlich geworden sind und auch weit darüber hinaus“.

Sicherlich dürfte auch dieses noch junge Referat Eindruck auf die Jury gemacht haben, was auch die Erwähnung in der Begründung der Nominierung zeigt. Die Jury lobt auch, dass die Stadt Göttingen „ihre Bürgerinnen und Bürger mit auf den Weg der Transformation hin zu einer nachhaltigen Stadtgesellschaft nimmt“. Beteiligung und Teilhabe aller Menschen in der Stadt seien dabei „eine wichtige Stellschraube“.

Gewürdigt wird auch die nachhaltige Gestaltung von Wirtschaft und Arbeit. So würden die Beratungsstelle für Solo-Selbstständige und das Bildungszentrum für Zugewanderte die Grundlage für ein gutes, zukünftiges Leben und Wirtschaften vor Ort schaffen.

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