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Deutsches Primatenzentrum in Göttingen: Die Affen dürfen nicht frieren

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Von: Bernd Schlegel

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EIn Weißbüschelaffe (Callithrix jacchus)
EIn Weißbüschelaffe (Callithrix jacchus): Dieses Weibchen ist drei Jahre alt. Die Tiere werden am Deutschen Primatenzentrum gezüchtet. © Chris Drummer/DPZ/NH

Das Deutsche Primatenzentrum in Göttingen will möglichst viel Energie einsparen. Dabei stehen die Bedürfnisse der Tiere aber klar im Vordergrund.

Göttingen – Rund 1.200 Affen werden beim Deutschen Primatenzentrum (DPZ) in Göttingen derzeit gehalten. Für das wissenschaftliche Institut ist die aktuelle Energiekrise natürlich auch eine Herausforderung. Das Leibniz-Institut für Primatenforschung will sparen, natürlich nicht auf Kosten der Affen.

Die Zucht und Haltung der Affen, die am Institut leben, verbraucht große Energiemengen. Innerhalb eines Jahres wurden bereits Einsparpotenziale identifiziert und teilweise auch umgesetzt. Um alle Beschäftigten auf diesem Prozess mitzunehmen, hat das DPZ jetzt bereits zum zweiten Mal einen Energietag organisiert.

Deutsches Primatenzentrum in Göttingen: Möglichkeiten zum Energiesparen zusammengetragen

In Vorträgen und Gesprächsrunden wurde dabei mit allen Mitarbeitern diskutiert. Dabei ging es um die derzeitige Energieversorgungssituation und den CO2-Fußabdruck des DPZ mit seinen 500 Mitarbeitern, darunter etwa 150 Gastwissenschaftler.

Katharina Peters DPZ-Geschäftsführerin
Katharina Peters, Geschäftsführerin des Deutschen Primatenzentrums in Göttingen. © Peter Heller

„Um gravierende Auswirkungen auf die Forschung zu vermeiden und die wissenschaftliche Arbeit aufrechtzuerhalten, müssen wir uns ambitionierte Energiesparziele setzen“, sagt Katharina Peters, administrative Geschäftsführerin am Deutschen Primatenzentrums. Jährlich gibt das Institut etwa 1,2 Millionen Euro für Energie, also Strom, Fernwärme und Öl aus.

Hier die verschiedenen Ansätze aus ganz unterschiedlichen Bereich zur Energieeinsparung am Institut:

„Um die Herausforderungen der Energiekrise zu bewältigen, müssen wir vorbereitet sein und an einem Strang ziehen“, so DPZ-Chefin Peters.

Spezial-Tiefkühlschränke verbrauchen viel Energie.
Die Spezial-Tiefkühlschränke im DPZ verbrauchen viel Energie. © DPZ/nh

Optimale Bedingungen für die Haltung der Primaten

Die Affen, die im Deutschen Primatenzentrum in Göttingen leben, müssen unter optimalen Bedingungen gehalten werden. Daher ist bei den Tieren eine Reduktion der Gradzahl nur sehr beschränkt möglich. Die Weißbüschelaffen werden im DPZ bei 23 bis 24 Grad Celsius gehalten. Die Rhesusaffen, die in verschiedenen Klimazonen beheimatet sind, werden bei 20 bis 22 Grad gehalten. Dies gilt auch für unsere Paviane. Für die Javaneraffen muss die Temperatur bei mindestens 21 Grad Celsius liegen. Weitere Informationen sind im Internet abrufbar. (bsc) dpz.eu

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