Mobiles Impfteam unterwegs

Deutsches Rotes Kreuz stellt wieder zwei erfahrene Impfteams - Unterwegs im Raum Göttingen

Gruppenfoto eines mobilen Impfteams des Deutschen Roten Kreuzes vor einem Rettungswagen
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Das Rote Kreuz ist jetzt mit mobilen Impfteams in der Region Göttingen unterwegs. Geplant sind Stopps an unterschiedlichen Orten. Die jeweiligen Impfmöglichkeiten werden vor Ort bekannt gemacht.

Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) ist seit Donnerstag, 16. Dezember mit zwei mobilen Impf-Teams für das gemeinsame Gesundheitsamt von Stadt und Landkreis Göttingen unterwegs.

Göttingen/Northeim – Damit scheinen die Gräben zugeschüttet, denn es hatte Verstimmungen gegeben – besonders zwischen DRK-Verantwortlichen und den an der Vergabe beteiligten Dezernentinnen und Dezernenten der Stadt Göttingen, die für das Gesundheitsamt verantwortlich ist.

Sie hatten unter Zeitdruck im Herbst die mobilen Impfteams am DRK vorbei vergeben, obwohl das Rote Kreuz durchaus sein Interesse am Bestücken der mobilen Teams hatte, wie das DRK-Geschäftsführer-Duo Petra Reußner und Thomas Gerlach auch gegenüber unserer Zeitung seinerzeit betonten.

Für den unglücklichen Vergabevorgang hatte sich später Göttingens Ordnungsdezernent Christian Schmetz entschuldigt und zudem Gespräche geführt: „Die Vergabe ist nicht gut gelaufen“, so sein Fazit.

Kürzlich hatte Schmetz betont, dass beim – zu diesem Zeitpunkt bereits absehbaren – Aufstellen neuer mobiler Impfteams „alle dafür qualifizierten und in Frage kommenden Anbieter“ berücksichtigt und angefragt würden. So ist es offensichtlich geschehen.

„Es ist uns eine Freude, unser Know-how bei der Bekämpfung der Corona-Pandemie auch wieder im Zusammenhang mit dem Impfen einbringen zu können“, sagt denn auch Thomas Gerlach, Geschäftsführer der DRK-Rettungsdienst in Südniedersachsen gGmbH mit Hauptsitz in Northeim.

Von dort aus starten seit Donnerstag zwei Impfteams. Besetzt sind sie jeweils mit drei Verwaltungskräften, drei medizinischen Fachkräften als „impffähiges Personal“ und zwei Unterstützungskräften, die als Ansprechpersonen und Lotsen vor Ort agieren.

Aufwändig war die Rekrutierung. Innerhalb kurzer Zeit – von 14 Tagen – mussten und konnten 39 Personen gefunden werden, die die Einsatzzeiten der mobilen Impfteams mit unterschiedlichen Stundenanteilen abdecken.

Erfreulich: Bei dem Personal handelt es sich laut Gerlach „ausnahmslos um ehemalige Beschäftigte aus dem früheren Impfzentrum Northeim“, das im dortigen Landkreis nicht mehr benötigt wird. Man sei deshalb stolz, „vielen ehemaligen Mitarbeitenden eine neue Perspektive geben zu können“.

Gleichzeitig sei man froh, gutes Fachpersonal zu haben, was nicht leicht zu bekommen ist, wie der Geschäftsführer schildert.

Die ehemaligen DRK-Impfzentrum- und jetzigen Mobilteam-Mitarbeiter jedenfalls sind eingearbeitet, verfügen über Fachwissen und Erfahrung in administrativen Abläufen. Sie seien eingespielt, könnten direkt loslegen. Das sei ein großer Vorteil für alles Seiten – auch für die Bevölkerung, so Thomas Gerlach. Direkt vor dem Start gab es aber noch einen speziellen Schulungstag für alle.

Die Routenplanung für den Einsatz erfolgt zentral über die Untere Gesundheitsbehörde. Geplant sind tageweise Stopps in unterschiedlichen Orten. Die jeweiligen Impfmöglichkeiten werden vor Ort bekannt gemacht. (Thomas Kopietz)

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