Deutsches Theater verliert fünf starke Schauspieler aus Ensemble

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Er wird fehlen: Karl Miller (rechts) glänzte auch oft in schrägen Rollen am Deutschen Theater Göttingen. Hier 2016 mit Katharina Uhland in „Weil sie nicht gestorben sind“

Göttingen. Stamm-Besucher im Deutschen Theater werden sich sie vermissen: Fünf etablierte, zum Teil lange im DT tätige Schauspieler verlassen das Ensemble zum Spielzeitende.

Das gab Intendant Erich Sidler während einer Pressekonferenz und der Spielplanvorstellung 2016/17 bekannt.

Es sei ein normaler, ja teilweise wichtiger Prozess für die Schauspieler, weiter zu ziehen, neue Erfahrungen zu sammeln. Auch für das Theater sei eine Veränderung im Ensemble ein wichtiger Prozess sagte Sidler.

Es gehen:

• Emre Aksizoglu: Der in Texas (USA) geborene Schauspieler kam 2014 ans DT und überzeugte in Stücken wie „Unter der Erde“, „Black Rider“ und „Sommernachtstraum“. Er wolle weiterziehen, sagte Erich Sidler.

• Rahel Weiss: Auch die gebürtige Leipzigerin kam 2014 und spielte auch im „Sommernachtstraum“, in der schrägen Arzt-Satire „Wunsch und Wunder“, der Familiengeschichte „Das Ende des Regens“ und überzeugte stimmlich wie gesanglich. Auch sie geht auf eigenen Wunsch, um sich weiter zu entwickeln. Sie geht nach Kassel.

• Benjamin Krüger: Seit 2012 am DT und ist dort zu einem Gesicht und einer Stimme geworden, mit dem sich die Zuschauer identifizieren. Er steht für Film und Fernsehen vor der Kamera und spielt Hörfunkproduktionen. Er spielte und sang unter anderem in „Black Rider“ und der „Rocky Horror Show“.

• Anton von Lucke: Geht nach nur einem Jahr. Auch, weil er nebenbei im Filmgeschäft Fuß gefasst hat. Der gebürtige Hamburger war auch in „Zwei Krawatten“ und „Die Schutzbefohlenen“ zu sehen.

• Karl Miller: Der gebürtige Brite gehört schon fast zum Inventar des DT, kam 2007 in das Haus am Wall, ist im Ensemble eine echte Größe – auch menschlich – und nicht nur ob seiner Größe von 195 Zentimetern eine herausragende Erscheinung. Er hat in unzähligen Produktionen vielschichtige Rollen gespielt – brillant war und ist er oft, wenn er schräge Charaktere darstellt. Unvergessen auch das Comedy-Sonderformat „The 45 Minute Show“ mit Michael Meichßner 2013. Die könnte er nun fortsetzen.

Als Neuverpflichtungen nannte Intendant Sidler bisher vier Akteure: Florian Donath, Roman Majewski, Christina Jung und Doroteè Wolf. Nach einer weiteren Neuverpflichtung werde noch gefahndet, hieß es. Ob die Lücken – auch gerissen von Vanessa Czapla bereits vor der laufenden Spielzeit – geschlossen werden können, wird sich in der kommenden Spielzeit zeigen. 

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