Rotes Kreuz

Dezernenten-Besuch zum Ausbildungsbeginn von künftigen Notfallsanitätern

Haben mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen: Die angehenden Rettungsexperten wurden beim Deutschen Roten Kreuz begrüßt.
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Haben mit der Ausbildung zum Notfallsanitäter begonnen: Die angehenden Rettungsexperten wurden beim Deutschen Roten Kreuz begrüßt.

Eine Ausbildung zum Notfallsanitäter haben zwölf junge Menschen beim Kreisverband Göttingen-Northeim des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) begonnen. 

Göttingen/Northeim – Die zuständigen Dezernenten von Stadt und Landkreis Göttingen, Christian Schmetz und Marlies Dornieden, begrüßten sie auf dem Hof der DRK-Wache an der Zimmermannstraße.

„Ich möchte jeden Tag Menschen helfen“, erklärte Lisa Müller-Laube, die im vergangenen Jahr Abitur gemacht hat. Mehr Verantwortung auf dem Rettungswagen will Sebastian Tschauder übernehmen, der seit Dezember 2019 als Rettungssanitäter im Einsatz gewesen ist. Bei Herzinfarkten und Schlaganfällen sei er bisher oft gerufen worden, habe aber auch bei Verkehrunfällen erste Hilfe geleistet – immer an der Seite eines Notfallsanitäters, berichtet Tschauder.

Die beiden absolvieren in den kommenden drei Jahren die Berufsausbildung, die 2014 die zweijährige Ausbildung zum Rettungsassistenten ersetzt hat. Praktische Kenntnisse erwerben die Azubi 72 Wochen lang in acht DRK-Lehrrettungswachten sowie 18 Wochen lang in kooperirenden Krankenhäusern. Den theoretischen Unterricht erteilt 65 Wochen lang die Rettungsdienstschule, die die Berufsfeuerwehr der Stadt Göttingen seit 2004 betreibt. Weitere Teilnehmer der Ausbildung sind Carolina Kerscht, Valentin Busse, Janice Volkmann, Niklas Schweiß, Bert Schindler, Nadine Krüger, Joshua Krüger, Lennart Paland, Jan Schreurs und Rene Becker

„In unserer Schule lernen die Auszubildenden zusammen mit angehenden Notfallsanitätern der Feuerwehr, aber auch von anderen Rettungsdiensten wie dem Arbeitersamariterbund, den Johannitern oder Maltersern“, hob Frank Dittrich hervor, der bei der Berufsfeuerwehr Göttingen für den Rettungsdienst zuständig ist. So kennen sich die Sanitäter bereits, wenn sie sich später bei Einsätzen begegnen.

Jobsorgen müssen sich Absolventen keine machen. „Wir können sie alle gut gebrauchen“, erklärte Dornieden, die Dezernentin für Finanzen, Öffentliche Sicherheit, Ordnung und Innere Dienste. Während der Pandemie hätten die Rettungsdienste den Landkreis „wunderbar“ in den mobilen Impfteams unterstützt. „Viele Notfallsanitäter studieren später Medizin“, weiß DRK-Vorstand Thomas Gerlach. Auch das ist ein Grund, warum der DRK-Kreisverband jedes Jahr zwölf neue Auszubildende aufnimmt.

In diesem Jahr gab es 120 Bewerber. Die Ausbildung kostet 100.000 Euro. Dieses Geld bringen die Krankenkassen auf. (Michael Caspar)

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