Mit ver.di ausgehandelt

Diakonie-Mitarbeiter in Niedersachsen sollen bald eine Corona-Prämie ausgezahlt bekommen

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Diakonie-Mitarbeiter sollen in Kürze eine Corona-Prämie erhalten.

Diakonie-Beschäftigte in Niedersachsen können sich freuen: Sie sollen bald eine Corona-Prämie ausgezahlt bekommen. Außerdem winkt eine Tariferhöhung.

Hannover – Die rund 40 000 Diakoniebeschäftigten in Niedersachsen sollen in Kürze einen Corona-Bonus erhalten. Dies sei mit der Gewerkschaft ver.di weitgehend ausgehandelt.

In der kommenden Woche solle die Prämie von der Tarifkommission beschlossen werden, so der Vorsitzende des Diakonischen Dienstgeberverbands (DDN), Rüdiger Becker: „Mit der Prämie möchten wir die besonderen Leistungen der Beschäftigten in unseren Einrichtungen während der Pandemie honorieren.“

Die Zeit dränge, da Corona-Bonuszahlungen nur noch bis zum 30. Juni steuerfrei ausgezahlt werden könnten.

Diakonie-Mitarbeiter in Niedersachsen: Tariferhöhung

Die nach Entgeltgruppen gestaffelten Corona-Prämien zwischen 300 und 600 Euro für die oberen Entgeltgruppen einschließlich der Ärzte sollten alle Diakoniebeschäftigte erhalten, die nicht in der Altenhilfe arbeiten, erläuterte DDN-Geschäftsführer Robert Johns.

Für die Mitarbeitenden in der Altenhilfe solle stattdessen die erst für 2022 vorgesehene Angleichung der Entgelte auf den 1. Juli dieses Jahres vorgezogen werden. Ab dann sollen die Pflegekräfte in den Altenheimen genauso viel verdienen, wie die Pflegekräfte in den Krankenhäusern.

Becker zufolge haben die Arbeitgeber zudem eine Tariferhöhung von 1,4 Prozent in 2022 und nochmals 1,8 Prozent in 2023 mit einer Laufzeit bis Ende 2023 angeboten.

Diakonie-Mitarbeiter in Niedersachsen: Auch Azubis sollen mehr bekommen

Für die Auszubildenden sei eine Mindesterhöhung von 25 Euro pro Jahr vorgesehen. Dabei habe sich der DDN am Öffentlichen Dienst orientiert.

Annette Klausing von der Gewerkschaft ver.di begrüßte den Vorstoß der Arbeitgeber. Allerdings müssten insbesondere die untersten Lohngruppen stärker berücksichtigt werden. Im Öffentlichen Dienst sei für diese Beschäftigten ein Mindestbetrag vorgesehen, den die Arbeitgeber derzeit noch ablehnten. Auch über Zuschläge müsse weiter verhandelt werden.  mzi

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