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Steigende Kosten: Sanierung der Göttinger Stadthalle wird noch teurer

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Von: Bernd Schlegel

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Axel Donth (von links), Jörg Haberl, Lars-Oliver Bohnsack und Erster Stadtrat Christian Schmetz vor der Göttinger Stadthalle.
Sanierungs-Projekt auf der Zielgeraden: (von links) Axel Donth, Jörg Haberl, Lars-Oliver Bohnsack und Erster Stadtrat Christian Schmetz arbeiten für die Verwaltung an einem neuen Zeitplan für die Fertigstellung. © Bernd Schlegel

Die Sanierung der Stadthalle in Göttingen neigt sich dem Ende entgegen. Das Projekt wird aber noch einmal teurer. Die Verwaltung erarbeitet gerade einen neuen Zeitplan.

Göttingen – Die Sanierung der Göttinger Stadthalle geht auf die Zielgerade. Inzwischen ist klar: Das 2019 begonnene Projekt wird noch einmal teurer als erwartet. Außerdem steht noch nicht fest, wann die Halle endgültig fertig ist.

Mit Blick auf die steigenden Kosten, die die Kalkulationen viele Bauprojekte belastet, wird derzeit neu gerechnet. Außerdem gibt es beim Material Lieferschwierigkeiten. Deshalb ist auch noch nicht klar, wie der neue Zeitplan aussieht. Das wurde bei einem Ortstermin mit dem Ersten Stadtrat Christian Schmetz deutlich.

Der bisherige Kostenrahmen für das Sanierungsprojekt lag bei 32,9 Millionen Euro. Außerdem sah der alte Zeitplan die Wiederaufnahme des Veranstaltungsbetriebs Anfang kommenden Jahres vor. Die neuen Eckwerte für Kosten und Zeitplan will die Verwaltung noch in diesem Monat vorlegen – zunächst den Ratsmitgliedern.

Sanierung wird teurer - Kosten lagen zu Beginn bei knapp 20 Millionen Euro

Im Herbst vergangenen Jahres hatte der scheidende Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler noch deutlich gemacht, dass die Stadthalle-Sanierung voll im Zeit- und Kostenrahmen sei. Übrigens: Ganz zu Beginn des Projekts war einmal von Sanierungskosten in Höhe knapp 20 Millionen Euro die Rede.

Unterdessen geht der Innenausbau im Gebäude weiter. Täglich arbeiten dort 18 unterschiedliche Gewerke. Dazu sind 50 bis 70 Mitarbeiter ständig vor Ort. Im Keller ist die Technikzentrale weitgehend fertiggestellt. Dort werden Heizung, Lüftung und Kühlung des Gebäudes zentral gesteuert.

Beheizt wird die Stadthalle künftig mit Fernwärme. Inzwischen liegen auch alle Schmutz- und Regenwasserleitungen im Gebäude. Außerdem wurden bereits unzählige Kabelstränge für die technische Gebäudeausrüstung und die Betriebstechnik gezogen.

Nach der Sanierung der Göttinger Stadthalle wird es zwei Seminarräume geben

Auch die Arbeiten im Bereich des großen Saals gehen weiter. Im Innern ist weiterhin ein großes Gerüst aufgestellt, damit Installationen im Deckenbereich problemlos möglich sind. Bislang bot die Stadthalle einen Seminarraum – nach der Sanierung sind es zwei. Das wird möglich, weil die Küche künftig im Erdgeschoss zu finden sein wird.

Außerdem werden zwei Aufzüge Bewirtschaftung und Logistik in der runderneuerten Stadthalle erleichtern. Einer der Aufzüge ist so groß, dass bei einem medizinischen Notfall ein Patient auch liegend von den Veranstaltungsebenen ins Foyer gebracht werden kann. Gearbeitet wird auch schon an der Bühnenmaschinerie und -steuerung sowie an der Beleuchtung.

Blick in das Stadthallen-Foyer: Die Verkleidungen fehlen noch.
Blick in das Stadthallen-Foyer: An diesem Bereich sind die Arbeiten schon relativ weit fortgeschritten. Natürlich fehlen noch die Verkleidungen. © Bernd Schlegel

Der große Saal, der mit 1046 Plätzen (davon 153 auf der Empore) fast genauso viele Zuschauer wie zuvor fasst, wird vier große Segel erhalten, die mit farbigen LED beleuchtet sind und je nach Nutzung in unterschiedlichen Farben erstrahlen. Außerdem können die Segel verstellt und abgesenkt werden. Weiterhin ist es möglich, den Saal zu teilen.

Künftig sollen weitere Elemente neben und über der Bühne sowie an den Wänden zu einer akustischen Verbesserung im Saal, der einen Parkettboden bekommt, beitragen.

Die Arbeiten an der Außenhülle der Stadthalle sind praktisch abgeschlossen. Jetzt wird über die Gestaltung der Außenflächen diskutiert. Im Süden der Stadthalle ist eine neue Terrasse entstanden. Eine Idee: Sie könnte beispielsweise für Konzerte genutzt werden. (Bernd Schlegel)

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