Urnengang in Berlin

Auch Göttinger wählten heute den neuen Bundespräsidenten

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Nicht aus Niedersachsen nominiert, aber als Prominenter dabei: Nobelpreisträger Stefan Hell – hier mit dem scheidenden Präsidenten Joachim Gauck, wurde von den Grünen in Baden-Württemberg zur Wahl nach Berlin geschickt. 

Göttingen/Berlin. 63 vom Land geschickte Niedersachsen wählen heute den neuen Bundespräsidenten im Berliner Reichstagsgebäude.

Aus Göttingen kommt ein weiterer Prominenter aus dem Land hinzu: Der Nobelpreisträger für Chemie, Prof. Dr. Stefan Hell. Der Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie ist über ein anderes Bundesland nominiert worden, die Grünen in Baden-Württemberg haben Hell benannt. Er trifft dabei auch auf Prominente wie Iris Berben, Katja Ebstein, Joachim Löw, Hape Kerkeling und Olivia Jones, die unter großem Medieninteresse von den Grünen in Niedersachsen nominiert wurde.

Weitere Göttinger, die zur Urne gehen werden, sind kraft Amtes die Abgeordneten Fritz Güntzler (CDU), Jürgen Trittin (Grüne) und Thomas Oppermann (SPD), aus dem Landtag Umweltminister Stefan Wenzel (Grüne) sowie die Vize-Landtagspräsidentin Gabriele Andretta (SPD) und der Abgeordnete Ronald Schminke (SPD). Er will die Arbeiterklasse in der Bundesversammlung vertreten: „Ich fahre nicht als Politiker, sondern als Malocher nach Berlin.“ Dort werde er selbstverständlich für den haushoch favorisierten gemeinsamen Kandidaten der großen Koalition votieren. „Frank-Walter Steinmeier wird stolz darauf sein, dass ein gelernter Handwerker, nämlich ein Maurer, ihm die Stimme gibt.“

Der bisherige Außenminister sei „in diesen wüsten Zeiten“ die „Idealbesetzung“ für das höchste Amt im deutschen Staat, schwärmt Schminke. Außerdem habe Steinmeier ihn zweimal bei seinen Landtagswahlkämpfen in Göttingen unterstützt.

Seine Aufstellung betrachte der 60-Jährige als Höhepunkt seines politischen Lebens, aber auch als gewisse Genugtuung für die leidige Immunitäts-Angelegenheit. Im vergangenen Jahr sah sich der Genosse Verleumdungsvorwürfen ausgesetzt, nachdem er Missstände in einem Pflegeheim angeprangert hatte. Bei der nächsten Landtagswahl am 14. Januar 2018 tritt der ehemalige Gewerkschaftssekretär nicht mehr an.

Die SPD in Niedersachsen schickt auch Promis ins Wahlrennen, darunter den Fernsehkoch Rainer Sass, Fußball-Schiedsrichterin Bibiana Steinhaus und den Herzchirurgen Axel Haverich. (tko/ymp)

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