Diskussion an Uni Göttingen: Kriminell oder Tierschutz?

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Mastschweine stehen in einem Mastbetrieb. 

Göttingen. Wenn es um Massen- oder Nutztierhaltung geht, sind sich Landwirte, Tierschützer und die breite Öffentlichkeit nicht unbedingt einig.

Besonders Aktionen von Tierschützern, die in Ställe einbrechen, um mit Undercover-Videos mutmaßliche Missstände in Geflügel- oder Schweinebetrieben aufzudecken, bieten Diskussionsstoff.

Neue Einsichten zu diesem kontroversen Thema will eine öffentliche Diskussionsveranstaltung an der Uni Göttingen am Freitag, 19. Mai, zwischen 9 und 12 Uhr im Zentralen Hörsaalgebäude (ZGH, Raum 102) bieten. Dazu laden die studentische Fachschaft Agrarwissenschaften und der Lehrstuhl Agrarmarketing (Prof. Achim Spiller) ein, um eine wissenschaftliche Beschäftigung mit diesem in Deutschland bisher nicht untersuchten Thema anzustoßen.

Meinung der Bevölkerung

Neben einer rechtlichen Bewertung von Stalleinbrüchen, Whistleblowing und verdeckten Videos durch Prof. José Martínez wird Marco Fatfat einen moralphilosophischen und demokratietheoretischen Blick auf die Thematik werfen. 

Erste Erkenntnisse aus einer Befragung der Bevölkerung zu Undercover-Videos werden von Prof. Achim Spiller und Maureen Schulze (Universität Göttingen) vorgestellt.

Die Sicht der Tierrechtsorganisationen und Landwirte vertreten Dr. Haferbeck (Peta Deutschland) auf der einen Seite und Phillip Schulze Esking, Vizepräsident der Deutschen Landwirtsschafts-Gesellschaft und der Interessengemeinschaft der Schweinehalter Deutschlands, auf der anderen Seite. 

Abschließend haben Zuhörer die Möglichkeit, bei den Referenten nachzuhaken, Fragen zu stellen und neue Argumente in die Debatte zu bringen. Die Veranstaltung ist öffentlich und kostenfrei. (nh)

Weitere Infos: www.agrarmarketing.uni-goettingen.de

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