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Diskussion um neue Räume für das Hainberg-Gymnasium in Göttingen geht weiter

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Von: Michael Caspar

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Auf dem „roten Platz“ des Hainberg-Gymnasiums soll der Neubau entstehen: (von links) Nina Lauterbach, Claudia Diesbert, Mattes Bauer, Maria Kant, Hannes Kramer, Angelika Reese und Georg Bartelt.
Auf dem „roten Platz“ des Hainberg-Gymnasiums soll der Neubau entstehen: (von links) Nina Lauterbach, Claudia Diesbert, Mattes Bauer, Maria Kant, Hannes Kramer, Angelika Reese und Georg Bartelt. © Michael Caspar

Das alte Gebäude ist seit Jahren stark sanierungsbedürftig. Deshalb wird nun ein Architektenwettbewerb für einen Ersatzneubau auf dem Gelände des Göttinger Hainberg-Gymnasium ausgeschrieben.

Göttingen – Einen Architektenwettbewerb für einen Ersatzneubau auf dem Gelände des Göttinger Hainberg-Gymnasium soll die Stadt „zeitnah“ ausschreiben. Das hat der Ausschuss für Bauen, Planung und Grundstücke empfohlen.

Grundlage der Wettbewerbs, der extern begleitet wird, ist eine Machbarkeitsstudie. Die Verwaltung hatte die Ausarbeitung eigentlich bereits vor einem Jahr vorstellen wollen.

Das ist nun erst auf einen interfraktionellen Antrag des Ausschusses hin erfolgt. Damals kritisierte die SPD-Fraktion, dass die Studie „in den Schubladen der Bauverwaltung verstaubt“.

Vierstöckiger Flachbau von 1962 soll abgerissen werden

Die Stadt schlägt nun – gestützt auf die Ausarbeitung – vor, den Neubau einschließlich einer Mensa auf dem jetzigen Sportplatz zu errichten. In einem neuen Gebäude lasse sich unter anderem die Haustechnik problemlos erweitern. Veränderte pädagogische Konzepte könnten umgesetzt werden.

Das vierstöckige Flachdachgebäude, das aus dem Jahr 1962 stammt, wird abgerissen. Es ist seit Jahren dringend sanierungsbedürftig. Die Rahmen der Fenster, die nicht mehr geöffnet werden dürfen, sind morsch. Auf der Freifläche soll dann der neue Sportplatz der Schule entstehen. Vom Tisch sind Pläne, in den Neubau die Außenstelle HG-Junior zu integrieren.

Kosten werden auf knapp 32,5 Millionen Euro geschätzt

Für den Wettbewerb und dessen Begleitung hat der Rat im Haushalt für die Jahre 2022 und 2023 bereits jeweils 300.000 Euro eingestellt. Das Haushaltsbündnis aus SPD, CDU und FDP muss dann – unterstützt von den anderen Parteien – in den Haushaltsjahren bis 2029 die nötigen Mittel von bereitstellen. Die Verwaltung schätzt die Kosten auf 32,5 Millionen.

Schulleiter Georg Bartelt zeigte sich von der Entwicklung erfreut: „Die Schulgemeinschaft freut sich, dass nach den vielen Verzögerungen endlich eine Perspektive für den so dringend benötigten Neubau vorliegt.“

Die Machbarkeitsstudie biete „einen soliden Anfang zur dringend erforderlichen Verbesserung der Raumsituation“. Weitere Verzögerungen dürfe es nicht geben. Der Bauausschuss solle der Bauverwaltung „im Nacken sitzen“.

Bau soll „modernen, pädagogischen Anforderungen gerecht“, werden

Die Schule sei in die weiteren Planungen „eng einzubeziehen“, damit der Neubau „modernen, pädagogischen Anforderungen gerecht“ werde, forderte Julian Schlumberger (Grüne). Von „einem guten Vorschlag“, der „dringend notwendig“ sei, sprach Jost Leßmann (Linke).

Angesicht der „rasant steigenden Baukosten“ wird der Neubau am Ende wohl doppelt so viel kosten, meinte Dr. Franciso Welter-Schultes (Priaten). Es gebe jedoch keine Alternative zu der „Investition in die Zukunft“.

Irritiert zeigte sich der Sprecher des Bündnisse für nachhaltige Stadtentwicklung Göttingen darüber, dass der Anbau nach gut 50 Jahren abgerissen werden muss, während der Altbau noch gut intakt ist. Öffentlich habe man früher „einfacheren Mitteln solider bauen“ können. (Michael Caspar)

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