Bewährungsstrafe

Doping-Präparate: Göttinger Bodybuilder muss erneut vor Gericht

Göttingen. Ein bereits einschlägig vorbestrafter Bodybuilder aus Göttingen hat sich jetzt erneut wegen illegaler Anabolika-Praktiken vor Gericht verantworten müssen.

Die Staatsanwaltschaft warf dem inzwischen 48 Jahre alten Angeklagten vor, Arzneimittel in nicht geringer Menge zu Dopingzwecken besessen zu haben. Die Ermittler hatten die Präparate bereits im September 2013 sichergestellt. Da sich das Verfahren mehrfach verzögert hatte, landete der Fall erst jetzt vor Gericht. Das Amtsgericht Göttingen verurteilte den 48-Jährigen zu einer Freiheitsstrafe von sechs Monaten, die zur Bewährung ausgesetzt wurde. Als Bewährungsauflage müsse er 2500 Euro an ein Hospiz zahlen, teilte ein Justizsprecher mit.

Verhandlung im Jahr 2009

Der Bodybuilder hatte sich bereits 2009 vor dem Landgericht Göttingen verantworten müssen. Damals wurde er wegen gewerbsmäßiger Hehlerei in fünf Fällen zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr verurteilt. Hinzu kam eine weitere gesonderte Freiheitsstrafe von drei Monaten wegen Verstoßes gegen das Arzneimittelgesetz. Die Strafen wurden jeweils zur Bewährung ausgesetzt. Der gelernte Installateur hatte gestanden, Anabolika-Präparate angekauft und an Abnehmer in der südniedersächsischen Bodybuilder-Szene weiterverkauft zu haben.

Damals war auch eine Zahnarzthelferin aus Northeim angeklagt gewesen. Ihr wurde vorgeworfen, für den Angeklagten Blanko-Rezepte gefälscht zu haben, die zuvor im Göttinger Uniklinikum gestohlen worden waren. Nach Ansicht des Gerichts gab es dafür zwar Verdachtsmomente. Diese reichten aber für eine Verurteilung nicht aus, so dass sie einen Freispruch erhielt.

Rubriklistenbild: © dpa

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