Dragoneranger an der Bundesstraße 3 in Göttingen soll Industriegebiet werden

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Planungen im Göttinger Norden: Das Gebiet am Dragoneranger westlich der Bundesstraße 3, das so groß wie etwa 20 Fußballfelder ist, soll Industrie- und Gewerbegebiet werden. 

Göttingen. So groß wie etwa 20 Fußballfelder ist die Fläche am Dragoneranger an der Bundesstraße 3 im Stadtteil Weende, auf der die Stadt Göttingen ein neues Industrie- und Gewerbegebiet plant.

Über die Aufstellung eines Bebauungsplans für das etwa 15 Hektar große Gelände im Göttinger Norden soll der Bauausschuss der Uni-Stadt am Donnerstag kommender Woche entscheiden. Dazu müsste auch der Flächennutzungsplan geändert werden.

Ziel der Planungen sei es, die „Entwicklung von Industrie- und Gewerbeflächen zur Bereitstellung von Flächen für erweiterungs- oder umsiedlungswillige Göttinger Betriebe“ voranzutreiben. Zudem sollen Unternehmen zur Gründung und Neuansiedlung angeregt werden. Die Maßnahme ist Teil der Umsetzung des Einzelhandelskonzepts der Stadt Göttingen.

Die derzeitige landwirtschaftliche Fläche schließt westlich an die Bundesstraße 3 an. Im Norden endet der Bereich an der Friedrich-Ebert-Straße, westlich an der Straße „Am Dragoneranger“. Der Knotenpunkt der Bundesstraße 3 und 27 bildet das südliche Ende der Planungsfläche. Eine direkte Erschließung der künftigen Bauflächen über die Bundesstraße ist nicht möglich. Mit der Straße Am Dragoneranger im Westen sei eine Erschließung aber grundsätzlich gegeben, so die Stadtverwaltung. Allerdings müsse die Straße wohl ausgebaut werden.

Aktuell besteht bereits ein dringender Bedarf an einer Teilfläche des Gebietes. Dem Betonhersteller Sibobeton, der derzeit im Groner Industriegebiet in unmittelbarer Nachbarschaft der Firma Sartorius ansässig ist, soll für die Umsiedlung im südlichen Bereich des künftigen Areals eine große Fläche zur Verfügung gestellt werden, heißt es in der Vorlage. So könne die Firma Sartorius den umfangreichen Ausbau ihres Standortes an der August-Spindler-Straße weiter fortführen.

Bei der Erstellung der Planunterlagen soll es auch um den Artenschutz gehen. Weiterhin soll ein Verkehrskonzept zur Anbindung des Industrie- und Gewerbegebiets an die umliegenden Hauptverkehrsstraßen (Bundesstraßen 3 und 27) erarbeitet werden. Auch ein Schallgutachten ist vermutlich erforderlich.

In der Sitzung, die am Donnerstag, 8. September, um 16.15 Uhr im Sitzungsraum 118 des Neuen Rathauses beginnt, soll die Verwaltung offiziell mit den Planungen und der Beteiligung der Öffentlichkeit beauftragt werden. 

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