Baum des Jahres 2019

Baum des Jahres: Drei Flatterulmen für den Göttinger Kiessee

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Stadtbaurat Thomas Dienberg und Thomas Strümper vom Grünflächenamt brachten eine Plakette für die am Kiessee gepflanzten Flatterulmen an.

Die Flatterulme ist der Baum des Jahres 2019. Anlässlich dieser Würdigung sind auf der Liegewiese am Westufer des Göttinger Kiessees jüngst drei Exemplare gepflanzt worden.

Hier gesellen sie sich zu anderen Bäumen des Jahres, die dort in der Vergangenheit gepflanzt worden waren. Vergeben wird die Auszeichnung durch die Dr.-Silvius-Wodarz-Stiftung und dem Kuratorium „Baum des Jahres“.

Stadtbaurat Thomas Dienberg stellte die Flatterulme am Donnerstag vor und brachte mit Thomas Strümper vom städtischen Grünflächenamt ein Hinweisschild an. „Die Ulme war in den 90er-Jahren in Göttingen fast ausgestorben“, sagt Dienberg. „In der Stadt werden deswegen seit einigen Jahren an verschiedenen Standorten bewusst Ulmen gepflanzt.“

Die Flatterulme ist resistenter gegen Schädlinge 

Schädlinge setzen vielen heimischen Ulmen-Arten wie der Berg- und Feldulme zu, weil die Sporen des Splintkäfers bis in die Leitbahnen des Baumes wachsen und die Nährstoffversorgung unterbrechen. 

„Die Flatterulme ist dagegen resistenter, da sie eine grobe Rinde hat, die vertikal wächst – das hält Schädlinge ab“, sagt Dienberg. Bis zu 400 Jahre alt und 35 Meter hoch können die Flatterulmen werden. Sie sind meist in östlichen Teilen Deutschlands, aber auch an Rhein und Donau zu finden.

An das Leben am Wasser sind sie gewöhnt, was sie zu einem wichtigen Baum der Flussauen macht. Mit trockeneren Bedingungen kommt sie aber ebenso zurecht. „Damit sind die Bäume gut für künftige Klimaproblematiken gerüstet“, sagt Dienberg.

Alle Bäume des Jahres auf dem Göttinger Stadtfriedhof

Ihren Namen haben die Flatterulmen durch ihre an langen Stängeln hängenden Blüten und Früchten, die im Wind flattern.

Auf dem Göttinger Stadtfriedhof wurde am Donnerstag ebenfalls eine Flatterulme gepflanzt. Dort finden sich alle „Bäume des Jahres“ – mit den jüngsten Exemplaren insgesamt 31 Stück. Ähnlich wie am Kiessee gibt es dort Hinweisschilder zu den Besonderheiten der jeweiligen Baumart.

Der 25. April hat sich als Festtag für den Baum des Jahres zu einer der größten Mitmachaktionen im Naturschutz entwickelt.

Zum ersten Baum des Jahres wurde 1989 die Stieleiche bestimmt. Bei der Auswahl der Bäume wird berücksichtigt, wie gefährdet die Baumarten sind.

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