Fragen an Ministerpräsident Stephan Weil: "Ohne Umland sind wir nix"

Stephan Weil (SPD), seit dem 19. Februar Ministerpräsident von Niedersachsen
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Stephan Weil (SPD), seit dem 19. Februar Ministerpräsident von Niedersachsen

Göttingen. Stephan Weil (54) ist seit Februar Ministerpräsident des Landes Niedersachsen. Der Sozialdemokrat und ehemalige Oberbürgermeister von Hannover möchte speziell auch die Regionen stärken, vor allem die, die Probleme haben, wirtschaftlich wie in der demografischen Entwicklung.

Südniedersachsen gehört dazu. HNA-Redakteur Thomas Kopietz sprach mit Weil am Rande des Unterbezirkstages der SPD in der Weender Festhalle.

Herr Ministerpräsident Weil, wie wichtig sind die Regionen für das Land, in dem es ja auch Großstädte gibt?

Stephan Weil: Als Städter, und ich habe lange für eine Großstadt gearbeitet, neigt man dazu, seine Stadt als den Nabel der Welt anzusehen. Aber: Das Umland ist enorm wichtig. Ohne Umland wir nichts. Es hat eine große Bedeutung für die Städte. Und hier in Südniedersachsen wird nach der Kreisfusion für Göttingen noch mehr Umland dazukommen.

Welche Rolle spielt bei der Verbindung von Stadt und Umland der Südniedersachsenplan, den die Koalition auflegen wird?

Weil: Er soll wirtschaftliche und gesellschaftliche Impulse schaffen, auch dort, wo sonst wenig Geld hinfließt. Dass die Unterstützung mit Regionalen Förderprogrammen für Südniedersachsen – es übrigens das erste, das wir in Niedersachsen starten – richtig ist, zeigt die Bereitschaft, die hier die Politik in Göttingen und Osterode an den Tag legen: sie fusionieren.

100 Millionen Euro klingt erst einmal viel, aber verteilt auf die Laufzeit relativiert sich diese Summe. Ist das denn genug?

Weil: Ich habe gesagt, mindestens 100 Millionen Euro wird der Südniedersachsen-Plan umfassen. Dazu kommen die Aktivitäten des Landes aus der EU-Förderung, auch darüber wird zu sprechen sein. Wichtige Unterstützung ist auch in den Bereichen Infrastruktur und Bildung nötig – was in Zeiten des Bevölkerungsrückgangs für die Regionen sehr wichtig ist. Wir werden mit den Regionen über die Gesamförderung zu sprechen haben, da ist EU-Förderung nur ein Teil. (tko)

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