Tumor-Zentrum

Drei Kliniken in der Region um Göttingen kämpfen gegen den Lungenkrebs

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Haben sich der Lungenkrebsbehandlung verschrieben (von links): Prof. Dr. Stefan Andreas von der Lungenfachklinik Immenhausen, Dr. Marc Hinterthaner von der Göttinger Uni-Medizin sowie Dr. Wolfgang Körber und Prof. Dr. Claus Langer, beide vom Evangelischen Krankenhaus Göttingen-Weende.

Göttingen/Immenhausen. Zwei Göttinger Kliniken und ein Krankenhaus aus Immenhausen bei Kassel haben dem Lungenkrebs den Kampf angesagt. Die Arbeit des „Lungen-Tumor-Zentrums“ (LTZ) wurde jetzt von der Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) erneut offiziell zertifiziert.

An dem Projekt sind Universitätsmedizin Göttingen (UMG), das Lungenfachkrankenhaus Immenhausen und jetzt auch das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende beteiligt. Sie bilden das einzige Lungenkrebszentrum im 100-Kilometern-Umkreis von Göttingen. Das „LTZ Universität Göttingen“ ist gleichzeitig das größte Lungentumorzentrum in Niedersachsen und Hessen.

Seit Juni 2010 arbeiten die UMG und die Immenhäuser Klinik eng zusammen. Ziel ist es, gemeinsam die Diagnose und Therapie für an Lungentumor erkrankten Patienten zu verbessern.

Überregionales Zentrum

Mit dem Zentrum wurde laut Mitteilung ein Grundstein für ein überregionales Zentrum für die Versorgung von Lungenkrebs-Patienten in Südniedersachsen, Nordhessen sowie in den angrenzenden Teilen Thüringens und Nordrhein-Westfalens gelegt.

Im Zuge eines neuen Zertifizierungsverfahrens durch die Deutsche Krebsgesellschaft (DKG) wurde das LTZ Universität Göttingen jetzt um das Evangelische Krankenhaus Göttingen-Weende mit seinen Standorten in Lenglern und Weende erweitert. Die DKG überprüfte vor der Zertifizierung, ob die beteiligten Ärzte und Kliniken bestimmte Voraussetzungen erfüllen.

Die Versorgung innerhalb des LTZ Universität Göttingen erfolgt interdisziplinär. Beteiligt sind unter anderem Spezialisten aus der Thoraxchirurgie, der Pneumologie, der Medizinischen Onkologie, der Radiologie, der Strahlentherapie, der Pathologie, der Nuklearmedizin und der Palliativmedizin. Außerdem sind der Pflegedienst, der Sozialdienst und die Psychoonkologie mit an Bord. Die Experten stimmen ihre Behandlungen untereinander und auf die Bedürfnisse der Patienten ab. Die Versorgung der Patienten, die an den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen ausgerichtet ist, reicht von der Diagnostik über die Therapie bis hin zur Nachsorge. Mindestens einmal pro Woche finden sowohl in Göttingen wie in Immenhausen unter Beteiligung aller Disziplinen direkt vor Ort oder über Videokonferenz sogenannte gemeinsame „Tumorboards“ statt.

Jeder einzelne Patientenfall wird von Experten aus den verschiedenen Fachbereichen der beteiligten Standorte gemeinsam besprochen. Dabei wird entschieden, wie im jeweiligen Fall am besten vorzugehen ist.

Lungenkrebs ist inzwischen immer besser behandelbar

Lungenkrebs ist weltweit die führende Krebstodesursache und verursacht jährlich in Deutschland die häufigsten Todesfälle.

Im Jahr 2015 starben in der Bundesrepublik mehr als 45 000 Patienten an einem Lungenkarzinom. Dabei ist Lungenkrebs inzwischen immer besser behandelbar.

Die enge Kommunikation und Vernetzung der Spezialisten innerhalb des Lungen-Tumor-Zentrums (LTZ) Universität Göttingen hat für Patienten ganz praktische Vorteile: Alle Patientendaten werden zentral dokumentiert und sind jederzeit einsehbar. Damit bleibt es den Patienten bei ihren zahlreichen Besuchen bei verschiedenen Spezialisten erspart, dort ihre Krankheitsgeschichte immer wieder neu erzählen zu müssen. Die drei Partner im LTZ Universität Göttingen gehen an ihren Standorten nach einheitlichen Leitlinien in Diagnostik und Therapie vor. Verpflichtend sind regelmäßige Weiterbildungen und Qualitätszirkel für Ärzte.

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