Tempo und Rotlicht

Drei neue Blitzer stehen ab sofort in Göttingen

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Groner Landstraße/Ecke Königsstieg: Hier wird künftig stadtauswärts geblitzt.

In den vergangenen Tagen wurden im Göttinger Stadtgebiet drei weitere stationären Rotlicht- und Tempoüberwachungsanlagen an zwei Kreuzungen installiert.

  • In Göttingen wurden drei neue Blitzeranlagen aufgebaut.
  • Sie überwachen das Rotlicht und das Tempo gleichzeitig.
  • Die Stadt hat bereits mehrere Anlagen dieser Art in Betrieb.

Nun müssen die Anlagen noch geeicht werden, bevor sie offiziell messen können.

Zwei der Anlagen stehen ab sofort an der Kreuzung Bürgerstraße/Wiesenstraße. Dort wird der Verkehr in beiden Richtungen überwacht – also in Richtung Groner Tor und in Richtung Geismar Tor. Der zweite neue Blitzer-Standort ist an der Kreuzung Groner Landstraße/Königsstieg. Dort wird in Zukunft stadtauswärts geblitzt.

Neue Blitzer in Göttingen: Gleiche Modelle bereits im Einsatz

Die modernen Blitzanlagen scheinen für die Uni-Stadt auszuzahlen: Erst im November 2018 wurden zwei Blitzanlagen gleichen Modells an der Bundesstraße 3 im Bereich Rinschenrott und an der Kasseler Landstraße in der Nähe des Kauf Parks aufgebaut, die ebenfalls Rotlicht- und Geschwindigkeitsverstöße erfassen.

Bereits seit Ende 2017 überwacht eine solche Anlage den Verkehr in Weende auf der Bundesstraße 27 im Bereich An der Lutter.

Neue Blitzer in Göttingen: Vollautomatische Messung

Auch die drei jetzt installierten Überwachungsanlagen sollen zeitgleich und vollautomatisch Rotlicht- sowie Geschwindigkeitsverstöße auf jeweils beiden Fahrstreifen erkennen und durch digitale Einzelbildaufnahmen dokumentieren können.

Weiterhin muss laut den Anforderungen die Fahrer durch ein Frontfoto erkennbar. Auch spurversetzt fahrende Fahrzeuge sollen die neuen Anlagen erfasst können.

Bürgerstraße/Einmündung Wiesenstraße: Es wird der Verkehr in beide Richtungen überwacht. 

Wenn ein Autofahrer bei Rot über die Ampel fährt und dabei auch noch zu schnell ist, wird in der Regel der Rotlichtverstoß geahndet, sagte ein Sprecher der Stadt Göttingen bereits im Jahr 2017. Es handele sich um „zwei tateinheitliche“ Verstöße. Dann wird der Tatbestand ausgewählt, der den höheren Bußgeldsatz im bundeseinheitlichen Tatbestandskatalog erfüllt.

Neue Blitzer in Göttingen: Hohe Einnahmen

Im vergangenen Jahr wurden insgesamt 2030 Autofahrer in Göttingen beim Überfahren einer roten Ampel geblitzt. Spitzenreiter bei den Messanlagen war – wie schon 2018 – die stationäre Anlage im Bereich „An der Lutter“ in Richtung Duderstadt mit 908 Verstößen. Insgesamt nahm die Stadt mehr als 2,1 Millionen Euro Verwarn- und Bußgeldeinnahmen durch den fließenden Verkehr ein.

Weiterhin im Einsatz in der mobile Blitzer-Anhänger. Dieser machte in Göttingen bereits mehr als 21 000 Fotos von Tempo-Sündern. Das Gerät ist seit Oktober 2018 im Einsatz. Die letzten Standorte waren auf dem Autobahnzubringer, an der Theodor-Heuss-Straße, an der Holtenser Landstraße sowie in der Groner Straße in der Innenstadt (Fußgängerzone).

Das droht Tempo- beziehungsweise Rotlichtsündern (Stand März 2020)

Hier die Strafen, die Tempo-Sündern für Überschreitungen innerorts drohen: 

Überschreitung bis 10 km/h: 15 Euro;

11 bis 15 km/h: 25 Euro;

16 bis 20 km/h: 35 Euro;

21 bis 25 km/h: 80 Euro, 1 Punkt;

26 bis 30 km/h: 100 Euro, 1 Punkt;

31 bis 40 km/h: 160 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

41 bis 50 km/h: 200 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

51 bis 60 km/h: 280 Euro, 2 Punkte, zwei Monate Fahrverbot;

61 bis 70 km/h: 480 Euro, 2 Punkte, drei Monate Fahrverbot;

mehr als 70 km/h: 680 Euro, 2 Punkte, drei Monate Fahrverbot.

Rotlichtsünder müssen laut Bußgeldkatalog für das Überfahren von roten Ampeln mit folgenden harten Strafen rechnen:

Rotlichtverstoß: 90 Euro, 1 Punkt;

Rotlichtverstoß mit Gefährdung: 200 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

Rotlichtverstoß mit Sachbeschädigung: 240 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

Rotlichtverstoß (Ampel länger als eine Sekunde rot): 200 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

Rotlichtverstoß mit Gefährdung (Ampel länger als eine Sekunde rot): 320 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot;

Rotlichtverstoß mit Sachbeschädigung (Ampel länger als eine Sekunde rot): 360 Euro, 2 Punkte, ein Monat Fahrverbot.

Alle Angaben ohne Gewähr. Es kommen zum Bußgeld in der Regel noch die Kosten für das Bußgeldverfahren hinzu. Außerdem sind bei wiederholten Verstößen höhere Strafen (zum Beispiel längere Fahrverbote) möglich.

Karte: Hier sind die Tempo- und Rotlichtblitzer zu finden

VON STEFAN RAMPFEL UND BERND SCHLEGEL

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