Dreieck Drammetal: 57 Unfälle in einem Jahr - Blitzer kommt

Rekord-Unfall-Zahl: 2014 passierten in dem „Ohr“ der Auffahrt von der A 38 (rechts) auf die A 7 sogar 57 Unfälle. Warnschilder und Tempo-Limits halfen nicht. Jetzt soll eine Blitzer-Anlage her. Foto: Rampfel

Göttingen. Der stationäre Blitzer im Autobahndreieck Drammetal kommt, aber selbst die Polizei weiß noch nicht genau wann.

Eine stationäre Blitzanlage soll Auto- und vor allem Lastwagenfahrer im „Ohr“ des Autobahndreiecks und der Auffahrt von der A 38 zur A 7 Richtung Süden bremsen und so die Zahl der Unfälle dort vermindern.

Die Kurve in der Auffahrt ist ein Unfallschwerpunkt. Trotz Warnschilder auf den zuziehenden Radius und Geschwindigkeitsbegrenzungen, abgestimmt auf Fahrbahnverhältnisse, verunglücken dort oft Fahrzeuge, vor allem Lastwagen.

2013 gab es dort 34 Unfälle, 2011 waren es 36 gewesen – und 2014 wurden die Zahlen, trotz der zusätzlichen Warnhinheise, sogar noch getoppt: Die Autobahnpolizei Göttingen zählte im vergangenen Jahr 57 Verkehrsunfälle in der Kurve.

Unfallursache war in den meisten Fällen, wie bei der Vorstellung der Unfallstatistik 2014 noch einmal von Polizeisprechern betont wurde, unangepasste Geschwindigkeit bei Nässe. Am Steuer saßen dabei meistens Fahrer, die nicht ortskundig waren. Sie seien durch den zuziehenden Radius im Auffahrtsbereich zu A 7 überrascht worden, wie es in der Polizeistatistik heißt.

Vorwürfe, dass die Fahrbahn in der Kurve nicht genügend griffig sei, hätte eine Überprüfung 2013 nicht bestätigt. Die Toleranzen wurden eingehalten. Dennoch sei durch die Unfallkommission überlegt worden, die Griffigkeit des Belages auf 500 Meter Länge noch in diesem Jahr durch das Auftragen einer Zweikomponentenschicht zu erhöhen.

Das Dreieck Drammetal ist aber nicht nur wegen der Unfälle im „Ohr“ ein Schwerpunkt: 2013 hatte es 22 Unfälle beim Auf- und Abfahren in dem Bereich gegeben. Deshalb war 1000 Meter vor und bis einen Kilometer hinter den Auf- und Abfahrten Tempo 120 vorgeschrieben worden.

Ergebnis der Maßnahme: 2014 gabe es 14 Unfälle, also acht weniger. Nach dem verhängten Tempo-Limit ab Mai 2014 krachte es im weiteren Verlauf des Jahres nur noch fünf Mal dort. (tko)

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