Sieben Straftaten

Drogen und Waffen: Mann aus Osterode muss sich vor Gericht verantworten

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Sichergestelltes Ecstasy.

Ein 27-jähriger Mann aus Osterode muss sich seit dieser Woche wegen unerlaubten Handels mit Betäubungsmitteln mit Waffen vor dem Landgericht Göttingen verantworten. 

Die Staatsanwaltschaft wirft ihm sieben Straftaten vor.

So soll er zwischen Dezember 2017 und November 2019 größere Mengen Ecstasy-Tabletten erworben und gewinnbringend weiterverkauft haben. Außerdem habe er in seiner Wohnung und auf dem Dachboden seines Elternhauses diverse Drogen verwahrt, die laut Anklage ebenfalls zum gewinnbringenden Weiterverkauf bestimmt gewesen seien. Auch hätten sich in seiner Wohnung griffbereit mehrere Waffen befunden. Der Angeklagte sitzt in Untersuchungshaft.

Zunächst soll der Angeklagte im Winter 2017/18 etwa 1500 Ecstasy-Tabletten erworben haben. Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass er den größten Teil davon mit Gewinn weiterverkauft hat, rund 80 Tabletten seien für den Eigenkonsum bestimmt gewesen. Außerdem habe er auf dem Dachboden seines Elternhauses etwa 70 Gramm Marihuana gelagert, das ebenfalls für den Weiterverkauf bestimmt gewesen sei.

Die Polizei hatte 2019 zweimal seine Wohnung durchsucht. Im September entdeckten die Fahnder in einem Verbandskasten circa 22 Gramm Crystal Meth und 113 Ecstasy-Tabletten. In einer Tischplatte oberhalb des Verbandkastens habe sich griffbereit ein Einhandmesser befunden, heißt es in der Anklage. Auf einer Kommode im Wohnzimmer sollen sich außerdem zwei Samurai-Schwerter befunden haben.

Bei einer weiteren Durchsuchung im November stießen die Fahnder erneut auf diverse synthetische Drogen. Der Anklage zufolge sollen sich in der Wohnung außerdem ein Butterfly-Messer, mehrere Springmesser, ein Kendo-Kampfstock, zwei Armbrüste, ein Bogen mit 18 Pfeilen, ein Baseballschläger, ein Elektro-Taser, eine Machete und drei Schreckschusswaffen befunden haben.

Der Angeklagte zeigte sich vor Gericht weitgehend geständig und reuig. „Ich hab‘ so viel Scheiße gemacht, mir alles verbaut“, sagte er. Hintergrund der Taten sei sein eigener Drogenkonsum gewesen. Die Drogen seien eine „Art Ausweg“ gewesen, den er heute jedoch nicht mehr nehmen wolle: „Ich will mit Drogen nie wieder was zu tun haben.“ Dass bei ihm so viele Waffen gefunden wurden, erklärte er damit, dass er ein leidenschaftlicher Sammler insbesondere von Taschenmessern sei. Die meisten dieser Gegenstände habe er von Freunden und Verwandten geschenkt bekommen.

Der Angeklagte war im Zusammenhang mit einem Verfahren gegen zwei junge Männer aus dem Südharz ins Visier der Ermittler geraten.

Von Heidi Niemann

Weil er nicht nachwies, dass er seine Waffen sicher aufbewahrte, entzogen die Behörden einem Mann aus dem Kreis Göttingen seinen Waffenschein. Dagegen Klagte der Mann. 

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