Verordnung verhindert Badespaß

Duderstädter Freibad kann voraussichtlich erst Anfang Juni öffnen

Eine Gruppe Menschen steht an einem Babybecken
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EBB-Geschäftsführer Markus Kuhlmann (links), Bürgermeister Thorsten Feike (rechts daneben) sowie Mitarbeiter des Freibades und Mitglieder der DLRG während der offiziellen Eröffnung am neu gestalteten Babybecken.

Obwohl die Badesaison gerade erst offiziell eröffnet wurde, muss das Freibad in Duderstadt vorerst noch zu bleiben. Der Grund: die neue Corona-Verordnung.

Duderstadt – In dieser Woche sollte das Freibad in Duderstadt für den Publikumsverkehr geöffnet werden. Doch die am Wochenende erlassene neue Corona-Verordnung des Landes Niedersachsen machte den Verantwortlichen einen gehörigen Strich durch die Rechnung.

Stell Dir vor, nach einem langen Winter scheint endlich mal wieder die Sonne, die Temperaturen klettern über die 20-Grad-Marke, das Freibad in Deiner Stadt ist bestens auf die neue Saison vorbereitet und öffnet seine Pforten – und keiner darf hingehen.

Genauso erging es am Montag den Menschen in Duderstadt, die nicht in ihr Freibad an der August-Werner-Allee durften, obwohl dort gerade – im winzigen Rahmen – die offizielle Saisoneröffnung stattfand.

Duderstädter Freibad: Stufenplan

„Bis Samstagabend waren wir guter Hoffnung, dass hier ab heute zumindest Gruppen- und Vereinsschwimmen stattfinden kann“, sagte Markus Kuhlmann, Geschäftsführer des Freibadbetreibers Eichsfelder Blockheizkraftwerk und Bäder GmbH (EBB).

Als dann um Mitternacht der neue „Corona-Stufenplan 2.0“ des Landes Niedersachsen im Internet veröffentlicht wurde, sei das für alle Beteiligten ein regelrechter Schock gewesen.

Danach nämlich blieben Freibäder so lange geschlossen, bis der Inzidenzwert des betreffenden Landkreises oder der kreisfreien Stadt unter 50 gefallen ist. Frühestens jedoch sollen die Bäder in Niedersachsen nach aktuellem Stand am 1. Juni öffnen dürfen.

Duderstädter Freibad: Kurzfristige Vorgaben

„Wenn das Land Niedersachsen eine neue Verordnung derart kurzfristig veröffentlicht, ist es natürlich enorm schwer, innerhalb eines Tages darauf zu reagieren“, betonte Kuhlmann.

Für die Entscheidung der Landesregierung, die Außengastronomie bereits ab einem Inzidenzwert von unter 100 wieder zu öffnen (womit auch auf der Terrasse des Duderstädter Freibades wieder Gäste bewirtet werden dürfen), das Schwimmen aber zu verbieten, sei für ihn völlig unverständlich.

Obwohl das Freibad in Duderstadt offiziell eröffnet ist, bleiben die Schwimmbecken wegen der neuen niedersächsischen Corona-Verordnung bis mindestens zum 1. Juni für den Publikumsverkehr gesperrt.

Duderstädter Freibad: Infektionsschutz

„Im Wasser besteht durch das Chlor der bestmögliche Infektionsschutz und drumherum haben wir ein Hygienekonzept, dass sich bereits im vergangenen Jahr bestens bewährt hat“, meinte Kuhlmann.

„Es spricht in meinen Augen nichts dagegen, die Freibäder zu eröffnen“, meinte auch der EBB-Aufsichtsratsvorsitzende, Duderstadts Bürgermeister Thorsten Feike. „Andere Bundesländer zeigen ja bereits, dass es geht.“

Feike äußerte die Hoffnung, dass die neue Corona-Verordnung noch überarbeitet werde und man nicht allzu lange mit der Öffnung des Bades warten müsse.

Duderstädter Freibad: Investitionen

Unabhängig von der pandemischen Entwicklung und den daraus resultierenden Vorgaben für die Freibäder in Niedersachsen ist das Duderstädter Freibad jedenfalls bereit für den Saisonstart.

Um den Badegästen auch in diesem Jahr wieder Badespaß vom Feinsten bieten zu können, hat die EBB rund 200 000 Euro investiert. „Der Löwenanteil ist in das neue, komplett sanierte und neu gestaltete Babybecken geflossen“, berichtete Markus Kuhlmann.

Duderstädter Freibad: Schaltanlage

Außerdem sei in der Technik die aus den 1970er Jahren stammende Schaltanlage erneuert worden. „Letztes Jahr hatten wir Glück, dass wir das Bad bis Mitte Oktober öffnen konnten“, sagte Kuhlmann. Und das strebe man für dieses Jahr erneut an. (Per Schröter)

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