Bundesweit einzigartiges Projekt

E-Radschnellweg in Göttingen: Ausschuss für Weiterbau nach Rosdorf

+
Der Göttinger E-Radschnellweg ist ein bundesweites Pilotprojekt: Mit großen blauen Kennzeichen ist er erkennbar.

Göttingen. Die Verlängerung des E-Radschnellwegs vom Göttinger Bahnhof zum Rosdorfer Kreisel wird je nach Fahrtrichtung in unterschiedliche Routen aufgeteilt. Auf diesen Kompromiss einigte sich der Bauausschuss.

Bis nach Rosdorf

Seit Herbst 2015 endet der am Uni-Nordbereich beginnende und bundesweit einzigartige Schnellradweg nach gut vier Kilometern am Göttinger Bahnhof – Kosten bislang etwa 1,7 Millionen Euro. Er soll aber im Endausbau bis nach Rosdorf führen – Gesamtlänge neun Kilometer.

Strittige Linienführung

Allerdings war die Linienführung südlich des Bahnhofs bislang strittig. Nach langen Diskussionen in mehreren Sitzungen ist jetzt eine Lösung da: Je nach Fahrtrichtung soll der Radverkehr über unterschiedliche Routen geführt werden.

Route Richtung Rosdorf

Die schnelle Route nach Rosdorf beginnt am Göttinger Bahnhof und führt über das Groner Tor, die Bürgerstraße (Westseite), den Rosdorfer Weg und die Leinebrücke zum Rosdorfer Kreisel.

Route Richtung Bahnhof

Wer von Rosdorf mit dem Rad kommt soll nach Fertigstellung des E-Radschnellwegs vom Rosdorfer Kreisel über die Leinebrücke, die Eisenbahnstraße, die Leinestraße, Am Gartetalbahnhof, die Südseite der Groner Landstraße, das Groner Tor zum Bahnhof fahren.

Thema Unfallgefahr

Die Aufsplittung in zwei Routen erfolgte, um Zusammenstöße mit Autos auszuschließen. Diese Unfallgefahr war befürchtet worden, wenn die schnellen Radler in beiden Richtungen auf dem Rosdorfer Weg beziehungsweise an der Westseite der Bürgerstraße unterwegs sind.

Mehrkosten

Ursprünglich beliefen sich die Kosten für den Weiterbau des Projekts auf 1,34 Millionen Euro. Durch die Aufsplittung der Linienführung ergeben sich Mehrkosten von etwa 300 000 Euro. Deshalb steht die Entscheidung unter einem Vorbehalt. Sollte der Bund als Zuschussgeber die Mehrkosten nicht übernehmen, so muss neu nachgedacht werden.

Kein Königsweg

In der Diskussion um die Linienführung im Ausschuss wurde deutlich, dass „es keinen Königsweg“ zwischen Bahnhof und Rosdorfer Kreisel gibt, machte Otto Arnold (CDU) deutlich. Für seine Fraktion hatte Patrick Humke (Linke) noch Beratungsbedarf angemeldet.

Zeitdruck

Allerdings drang Stadtbaurat Thomas Dienberg am Donnerstag auf eine Entscheidung im Ausschuss. Er befürchtet, dass sonst die finanzielle Förderung verloren geht, ohne die das Projekt nicht realisiert werden kann. Die nun favorisierten Linienführungen zwischen Bahnhof und Rosdorfer Kreisel kann auf einer Karte im Internet nachverfolgt werden.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare

Unsere Kommentarfunktion wird über den Anbieter DISQUS gesteuert. Nutzer, die diesen Dienst nicht verwenden, können sich hier über das alte HNA-Login anmelden.

Hinweise zum Kommentieren:
In der Zeit zwischen 17 und 9 Uhr werden keine neuen Beiträge freigeschaltet.

Auf HNA.de können Sie Ihre Meinung zu einem Artikel äußern. Im Interesse aller Nutzer behält sich die Redaktion vor, Beiträge zu prüfen und gegebenenfalls abzulehnen. Halten Sie sich beim Kommentieren bitte an unsere Richtlinien: Bleiben Sie fair und sachlich - keine Beleidigungen, keine rassistischen, rufschädigenden und gegen die guten Sitten verstoßenden Beiträge. Kommentare, die gegen diese Regeln verstoßen, werden von der Redaktion kommentarlos gelöscht. Bitte halten Sie sich bei Ihren Beiträgen an das Thema des Artikels. Lesen Sie hier unsere kompletten Nutzungsbedingungen.

Die Kommentarfunktion unter einem Artikel wird automatisch nach drei Tagen geschlossen.