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Göttinger Hochschule stellt autonomen Elektro-Rennwagen vor

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Von: Bernd Schlegel

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Vorstellung des neuen Elektro-Rennwagens der HAWK aus Göttingen im Einbecker PS-Speicher: Das Fahrzeug wurde von Studenten gebaut.
Vorstellung des neuen Elektro-Rennwagens der HAWK aus Göttingen im Einbecker PS-Speicher: Das Fahrzeug wurde von Studenten gebaut. © HAWK/nh

„E_HAWK22“ heißt der neue Elektro-Rennwagen eine Göttinger Hochschule, der auch autonom fahren kann. Das Auto wurde im Einbecker PS-Speicher vorgestellt.

Göttingen/Einbeck – Im Einbecker PS-Speicher sind automobile Raritäten zu sehen – darunter auch Rennwagen. Das Museum war deshalb genau die richtige Kulisse für die Vorstellung des Elektro-Rennwagens „E_HAWK22“ der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK), der jetzt auch autonom fahren kann.

Der Neuentwicklung aus Studentenhand wird demnächst bei der europaweiten „Formular Student“ starten.

Teamchef von „Blue Flash“, dem studentischen Team an der HAWK-Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit in Göttingen, ist Jonas Antonczyk, der wie alle anderen 42 Teammitglieder auch, an der Hochschule studiert.

Hochschule aus Göttingen stellt autonomen E-Rennwagen vor

Eine besondere Neuerung der Konstruktion ist das autonome Fahren: Bei dieser zusätzlichen Wettkampfanforderung muss das Rennfahrzeug ohne Steuerung von außen auf einer 75 Meter lange geraden Strecke selbstständig zwischen gelben und blauen Hütchen fahren, ohne diese zu berühren oder gar umzufahren.

„Das gesamte Konzept des Fahrzeugs mit Elektroantrieb musste komplett ‚auf links gedreht‘ werden, um die Anforderungen von ‚driverless‘ zu erfüllen“, sagte Prof. Dr. Thomas Linkugel von der Fakultät Ingenieurwissenschaften und Gesundheit.

Bei einem Wettkampf der Formula Student geht es nicht ausschließlich darum, als erstes über die Ziellinie zu fahren.

Henri Wurthmann

Er attestierte der Mannschaft bei den vielen schwierigen und emotionalen Entscheidungen große Teamfähigkeit, Professionalität und Fingerspitzengefühl. „Bei einem Wettkampf der Formula Student geht es nicht ausschließlich darum, als erstes über die Ziellinie zu fahren“, sagt Henri Wurthmann, Sprecher von „Blue Flash“.

Das Team qualifizierte sich für die beiden Wettkämpfe in Deutschland und in den Niederlanden

Das Team tritt bei den Wettkämpfen in sogenannten dynamischen Disziplinen an. „So werden Beschleunigung, Höchstgeschwindigkeit, Fahrverhalten in Kurven, Zuverlässigkeit auf einer längeren Strecke und die allgemeine Energieeffizienz des Fahrzeugs separat getestet.“

Das Team qualifizierte sich bereits für die beiden Wettkämpfe in Deutschland und in den Niederlanden und steht für einen Wettkampf in Spanien, der später im Jahr stattfindet, auf der Warteliste.

Bis zu den Wettkämpfen gibt es trotz des fertigen Fahrzeugs noch eine ganze Menge zu tun, macht Wurthmann deutlich. „Die Fahrerinnen und Fahrer zu trainieren und das Fahrzeug zu testen und weiter zu optimieren, steht jetzt auf dem Programm.“

„In den arbeitsintensiven Wochen fertigte das Team mit vollem Einsatz das Fahrzeug“

Unter den Teilnehmern des Projekts, das ohne die zahlreichen Sponsoren aus der regionalen Wirtschaft nicht möglich gewesen wäre, sind die Studiengänge Präzisionsmaschinenbau, Wirtschaftsingenieurwesen und Elektro- und Informationstechnik am stärksten vertreten.

„In den arbeitsintensiven Wochen fertigte das Team mit vollem Einsatz das Fahrzeug“, sagte Teamleiter Antonczyk. Herausforderungen stellten in den letzten Monaten Lieferengpässe dar.

„Das Team Blue Flash und wie es arbeitet, ist ein schönes Beispiel dafür, was die Hochschule ausmacht“, sagte HAWK-Präsident Dr. Marc Hudy bei der Vorstellung und wies auf die Leitbegriffe der Hochschule hin: Interdisziplinär, praxisorientiert und regional vernetzt. Weitere Informationen hier. (Bernd Schlegel)

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