Echo-Preisträgerin Oonagh in der Göttinger Stadthalle

Oonagh in der Stadthalle: Die Echo-Preisträgerin, die mit bürgerlichem Namen Senta-Sofia Delliponti heißt, präsentierte ihr neues Album. Foto: Jelinek

Göttingen. Oonagh erscheint barfuß und in einem fantasievollen weißen Kleid auf der Bühne der Göttinger Stadthalle.

Sphärisch-mystische Klänge und eine Lichtprojektion mit verschlungenen Mustern leiten den Auftritt der Pop-Aufsteigerin aus Gifhorn ein. Eine „mystische Reise zu vielen magischen Orten und Momenten“ wird angekündigt.

Dazu kommt künstlicher Wind und Nebel. Senta-Sofia Delliponti, wie Oonagh richtig heißt, versteht ihr Geschäft. Mit Ethnopop und Naturromantik verkaufte die 25-Jährige zuletzt mehr Platten als arrivierte Stars und bekam gleich zwei Echo-Preise.

Echo-Preisträgerin Oonagh in der Göttingern Stadthalle

In der gut gefüllten Stadthalle, wo sie mit einer Band aus Schlagzeuger, Bassist, Gitarrist, Keyboarder, Blockflötistin und Backgroundsängerin auftritt, ist sie immer in Bewegung. Agil unterhält sie ihr Publikum, das altersmäßig gut durchmischt ist. Knapp zwei Stunden tauchen die Fans in eine melodisch-romantische Mischung aus Ethnopop, Mittelalter- und Celtic Rock.

Die Musik erinnert an Schandmaul, stärker noch an die Shanty-Folk-Band Santiano, mit der Oonagh zuletzt auf Tour und im Studio war. Die Lieder handeln von magischen Feuerwesen oder dem Abendstern als Symbol für die Verbundenheit mit Verstorbenen.

In „Faolan“ geht es um Einsamkeit und Sehnsucht – durch einen dunklen Zauber werden zwei Liebende getrennt und in Tiere verwandelt. Eine gute Portion Kitsch ist dabei – bei Textzeilen wie „Du webst die Welt bis ans Ende der Zeit“ oder wenn Oonagh ihr Publikum bittet, gemeinsam das Lied „Hymne der Nacht“ für die Dämmerung zu singen. Feel-Good-Musik, die bei den Fans ankommt.

Die Texte sind größtenteils auf Deutsch, daneben singt die ehemalige „GZSZ“-Darstellerin Elbisch oder in einer Fantasiesprache wie in dem Hit „Gäa“. Durch den immer gleichen Aufbau von langsamem Intro, Steigerung und eingängigem, rockigem Refrain ähneln sich die Lieder insgesamt. Vor allem im zweiten Programmteil fehlte etwas Abwechslung.

Nach dem letzten Stück bedankt sich Oonagh überschwänglich beim Publikum. Mit Standing Ovations steigt die Stimmung bis zu einer weiteren Zugabe noch einmal kräftig an.

Von Johanna Wohlkopf

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