Theodor-Heuss-Gymnasium Göttingen

„Ed-Linus“ holt den Song-Wettbewerb Theovision 2017

Gelöster Sieger und seine Fans: Linus Shastri hat am Mittwoch den Theovision Song-Contest am Theodor-Heuss-Gymnasium gewonnen. Der Neuntklässler spielte und sang den Ed Sheeran Song „You need me but I don´t need you“. Foto: Kopietz

Göttingen: Schüler gestalten unter Mithilfe von Lehrerinnen den "Theovision Song Contest". Die Aula im Theodor-Heuss-Gymnasium war bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Nachzucht der „Rampensau“ ist gesichert: Beim Song-Contest „Theovision“ am Mittwoch sind einige Vertreter dieser Spezies auf der Bühne im Göttinger Theodor-Heuss-Gymnasium zu sehen – in unterschiedlichen Rollen. Auch als Sieger – wie Linus Shastri aus der Klasse 9EU1.

Begehrte Tickets

Wann gibt es das schon im wahren Schulleben? Schüler rennen am Abend in die Aula, um einen guten Sitzplatz zu ergattern. Sie sind die Glücklichen, haben Karten für den „Theo“ bekommen, was echt nicht einfach ist. Die Tickets sind heiß begehrt und limitiert. Apropos heiß: so geht es in der prallvollen Aula zu, bis zur Übergabe der Trophäe, ein goldenes Mikrofon – nicht nur aufgrund der saunatischen Temperaturen. Zehn Starter haben sich qualifiziert und sorgen für Wirbel auf der Bühne und Stimmung im Saal.

Spaß beim Interview: Theovision-Sieger Linus freut sich mit den Moderatorinnen Elisa (Mitte) und Maria. Zweiter wurde eine Gruppe von Neunt- und Zehntklässler mit „I see fire“. Foto: Kopietz

Filmeinspielungen

Zunächst aber fliegt der Zuschauer dank der Aufnahmen einer Drohne über das Schulgelände bis in die geöffneten Aula-Türen. Dramatisch-passende Musik zum Video sorgt für einen professionell aufbereiteten Gänsehaut-Moment schon zu Beginn.

Filmisch werden dann alle Starter vorgestellt. Und die wählen die passenden Drehorte: Rapper Benjamin findet in einem nüchternen Parkhaus das treffliche Ambiente für sein Film-Porträt. Carlos und Co sind gar mit dem Surfboard unterm Arm auf der Theaterstraße zu sehen.

100 Helferinnen und Helfer

Professionell ist auch die Begrüßung und Einstimmung durch die Moderatorinnen Johanna, Leonie, Elisa-Marie und Maria. Die Vier stehen auf der Bühne. Hinter ihnen scharren viele Helfer mit den Hufen, warten auf ihren Arbeitseinsatz: Gut 100 Schülerinnen und Schüler erfüllen den „Theo“ immer kurz vor den Sommerferien mit Leben. Viel Zeit der Vorbereitung – wie während einer Projektwoche – haben sie dabei nicht. „Diesmal war es noch enger“, sagt die Mitorganisatorin und Lehrerin Heike Neumeyer, in der Musikszene als Seven-Up-Sängerin bekannt. Am Ende kann Neumeyer aber durchatmen und zufrieden schwärmen: „Es war wieder toll.“

Casting notwendig

Neun Gruppen und ein Solo-Sänger aus den Klassen sechs bis elf haben ein Casting überstanden. Die Vorauswahl muss sein, denn der Andrang, beim Theovision auf die Bühne zu kommen, ist groß in der Schülerschaft. Der Fünftklässler (!) Moritz darf noch nicht im Starterfeld mitmachen. Aber er ist so gut, dass er in der (Lüftungs-)Pause allein und mit Gitarre sein Lied „Ein tolles Geschenk“, performt. Jubel! Schritt eins im Werdegang zur „Rampensau“ ist also getan.

Im Feld der zehn Starter sind die Unterschiede bei Gesang, Auftritt und Choreografien groß. Das macht aber gar nichts, so soll es sein.

Coole Bühnenshow: Auch sie waren beim Theovision in der ausverkauften THG-Aula dabei und sangen „Masterpiece“ von Jessie J. Mit dabei war auch noch Tänzerinnen. Foto: Kopietz

Neulinge und Erfahrene

Schließlich sind Bühnenneulinge wie die vier Mädels aus der Klasse 6A, Mareile, Anna-Lena, Thea und Lena mit einer Version des Zara-Larsson-Mega-Hits „Lush Life“ ebenso dabei wie Luciana, Pauline, Jakob und Ricardo: Sie haben teils – auch über „Better Than“ – reichlich Bühnenerfahrung und präsentieren einen neu komponierten, eingängigen Song: „Mehr, mehr“.

Das gibt es auch: In der letzten Stimmen-Auszähl-Pause – das Publikum wählt den Sieger – wird es fast mystisch: Christopher spielt auf dem Didgeridoo und Lilian tanzt eingehüllt in grünen Kunst-Nebel dazu. Eindrucksvoll.

Ein-Mann-Show

Am Ende gewinnt der Einzelkämpfer, der alles selbst mit Hand und Fuß macht: Linus. Wie sein Vorbild Ed Sheeran arbeitet der singende Gitarrist auch mit Loop-Effekten, nimmt Sequenzen auf und spielt sie wieder ab – eine Ein-Mann-Show. Der Multi-Instrumentalist aus Klasse 9 holt verdient das goldene Mikro – und ist fast sprachlos im Interview mit Elisa. Beide lachen. So soll es sein beim Theovision: alles nicht so ernst nehmen, Hauptsache dabei sein. Und wenn am Ende auch noch Talente oder gar neue Rampensäue entdeckt werden, dann passt´s.

Abchiedslied für Lehrerin

2018 wird es wieder einen Theovision geben, auch wenn mit Bärbel Müthing zuvor eine „Theo“-Mitinitiatorin in den Ruhestand geht. Müthing wird dann noch passend verabschiedet: Alle singen ihr ein Abschiedslied. (tko)

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