Filmkunstfreunde wollen Programmkino

Ehemalige Bapistenkirche in Göttingen: Auf dem Weg zum Filmtempel

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Die ehemalige Baptistenkirche an der Bürgerstraße in Göttingen: Aus dem derzeit leerstehenden Gebäude soll ein Programmkino werden.

Göttingen. Ein Traum für viele Göttinger Filmfans könnte in Erfüllung gehen: Die Gremien der Stadt haben sich für den Verkauf der ehemaligen Baptistenkirche ausgesprochen. Damit könnte daraus ein Programmkino werden.

Bislang ist das ehemalige Gotteshaus an der wichtigen innerstädtischen Straße in einer Art Dornröschenschlaf. Mit der Entscheidung wird nach Angaben des Vereins Filmkunstfreunde der Weg für einen Verkauf an einen Investor geebnet. Derzeit wird ein Kaufvertrag mit der Zweckbindung für das neue Kino erarbeitet.

Betreiber und Konzept

„Gleichzeitig haben wir einen kompetenten Betreiber gefunden, der sich mit dem Investor auf ein Konzept für den Umbau des Gebäudes geeinigt hat“, sagt Matthias Sonnenburg vom Göttinger Verein Filmkunstfreunde. Zusätzlich hat sich unterdessen ein Pächter für das Bistro gefunden, das dem neuen Kino angegliedert werden soll. „Es sieht also so aus, als ob wir nach einem siebenjährigen Langstreckenlauf in der Bemühung um ein neues Programmkino in Göttingens Innenstadt langsam auf die Zielgerade kommen“, freut sich Sonnenburg über die Fortschritte. Bei einer Mitgliederversammlung des Vereins sollen die genauen Pläne und Überlegungen präsentiert werden. Beginn ist am Montag, 6. November, um 19.30 Uhr im Apex, Burgstraße 46. „Wir werden den Investor, also baldigen Eigentümer der Immobilie nennen, und den Betreiber sowie auch den zukünftigen Pächter des Bistros vorstellen können“, kündigt Sonnenburg jetzt an.

Gleichzeitig dankte er schon jetzt den 120 Mitgliedern des Vereins, die den Filmkunstfreunden bisher die Treue gehalten haben. Der Vorstand hofft, dass sich jetzt auch weitere Interessierte für das Programmkino stark machen wollen. Sie können sich Anfang November bei der Mitgliederversammlung informieren. Natürlich würde sich der Verein insbesondere über neue Mitglieder freuen.

Aber auch die Unterstützung durch viele Nicht-Mitglieder ist dem Verein weiterhin wichtig. Deshalb wollen die Filmkunstfreunde in den nächsten Monaten und im kommenden Jahr über den Fortgang ständig informieren.

Kontakt: Verein Filmkunstfreunde Göttingen, Kurze Straße 17, 37073 Göttingen, E-Mail: matthias.sonnenburg@t-online.de

www.filmkunst-goettingen.de

Verein Filmkunstfreunde Göttingen besteht seit 2010

Der Verein Filmkunstfreunde Göttingen gründete sich 2010 mit dem Ziel, in Göttingen ein neues Programmkino zu etablieren. Damit soll eine Lücke, die seit der Schließung von Cinema, Stern und Sternchen in der Göttinger Kinolandschaft besteht, geschlossen werden.

Das Lumière ist nach Angaben des Vereins in seiner Kapazität begrenzt und das Cinemaxx „richtet sich mit seinem Angebot“ meist an ein anderes Publikum. „Viele interessante neue Filme werden deshalb in Göttingen gar nicht mehr gezeigt. Für regelmäßige Retrospektiven, Themenreihen und Filmklassiker gibt es keinen Raum“, beklagt der Verein.

Die Göttinger Filmkunstfreunde halten die bestehende Situation – besonders in einer Universitätsstadt – für nicht akzeptabel. Dem Verein schwebt ein Kino mit einem „besonderen Ambiente“ vor. Ein Ort, an dem experimentelle Filme ebenso gezeigt werden, wie klassisches „Wohlfühlkino“.

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