Ehrenamtsgruppe besteht seit anderthalb Jahren

Ehrenamtlicher Einsatz für das Göttinger Elternhaus

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Ehrenamtliche engagieren sich für das Göttinger Elternhaus für das krebskranke Kind: Zu ihnen gehören Uwe Rosenberg, Marlies Schulze ten Berge (2.v.l.) und Anja Walowsky (rechts). Dagmar Hildebrand, Geschäftsführerin des Elternhauses, würde sich über weitere Aktive freuen.

Göttingen/Katlenburg-Lindau. Hilfe bei seiner Arbeit bekommt das Göttinger Elternhaus für das krebskranke Kind von mittlerweile 25 ehrenamtlichen Mitarbeitern.

Drei von ihnen stammen aus der Gemeinde Katlenburg-Lindau.

Anja Walowsky aus Wachenhausen, Uwe Rosenberg aus Gillersheim und Marlies Schulze ten Berge, die mittlerweile in Göttingen lebt, engagieren seit anderthalb Jahren für die Einrichtung. „Ich habe früher schon Aktionen für das Elternhaus organisiert. Seit ich pensioniert bin, investiere ich gern viel für das Elternhaus“, sagt Schulze ten Berge. Die 67-Jährige ist im Kochteam aktiv.

Das organisiert alle zwei Wochen im Wechsel Frühstück und Abendessen für die betroffenen Familien. Bei diesen Gelegenheiten besteht ganz ungezwungen die Gelegenheit, ins Gespräch zu kommen. „Die Familien können sich auch einmal ein paar Stunden verwöhnen lassen. Das ist ganz wichtig“, sagt Dagmar Hildebrand, Geschäftsführerin des Elternhauses. Schulze ten Berge kauft für die gemeinsamen Abende und Frühstücksrunden ein und bereitet das Essen zu.

Anja Walowsky ist ebenfalls Mitglied des Kochteams. Die 46-Jährige lässt sich mit Schulze ten Berge unterschiedliche Themenabende mit Gerichten aus einem Land einfallen. „Wir haben schon mexikanisch, italienisch, französisch und spanisch gekocht. Das kommt bei den Familien super an. Mich bereichern diese Begegnungen persönlich.“ Walowsky kennt das Göttinger Elternhaus auch als Betroffene. Mit ihrem kranken Sohn Philip, der vor zehn Jahren nach einer langen Krankheit an Krebs starb, hat sie selbst das Elternhaus und seine wichtige Arbeit kennengelernt. „Ich möchte anderen Familien in ihrer schwierigen Situation beistehen.“

Öffentlichkeitsarbeit 

Ein guter Kollege von Uwe Rosenberg hat seine Tochter durch Leukämie verloren. Deshalb hat sich der 66-jährige Pensionär für eine Mitarbeit im Elternhaus entschieden. Inzwischen engagiert er sich für die Öffentlichkeitsarbeit. Er betreut und organisiert Stände, bei denen sich das Elternhaus vielen Interessierten vorstellt. Für ihn ist das ehrenamtliche Engagement für das Elternhaus ganz wichtig. Er sagt bereits: „Ich bin bei uns im Elternhaus.“

Walowsky und Rosenberg: „Viele wissen gar nicht, was das Elternhaus eigentlich macht und welche Bedeutung es hat. Das kann man im Gespräch aber gut erklären.“

Kontakt:Elternhaus für das krebskranke Kind, Geschäftsführerin Dagmar Hildebrand, Am Papenberg 9, 37075 Göttingen, Tel. 0551/374494, E-Mail: verwaltung@elternhaus-goettingen.de

Hintergrund

Die Ehrenamtsgruppe des Göttinger Elternhauses für das krebskranke Kind besteht seit anderthalb Jahren und ist eine „wertvolle Bereicherung“ für die Einrichtung, macht Geschäftsführerin Dagmar Hildebrand deutlich.

„Die neun Hauptamtlichen könnten die zusätzlichen Angebote, wie das Kochen und die Info-Stände, gar nicht leisten. Auch der Vorstand des Trägervereins wird dadurch enorm entlastet“, sagt Hildebrand.

Weitere Angebote, die die Ehrenamtlichen organisieren, sind die Betreuung von Spendendosen, das regelmäßige Kuchenbacken, aktive Hilfe im Alltag, die Begleitung bei Freizeitaktivitäten, die Wartung von Fahrrädern, Arbeitseinsätze im Elternhaus sowie Angebote an Feiertagen.

Ständig werden noch weitere Ehrenamtliche gesucht, die sich ebenfalls engagieren wollen. Voraussetzung ist die Teilnahme an einem Einführungstag.

Im Elternhaus finden Familien mit schwerkranken Mädchen und Jungen vielfältige Unterstützung. Unter anderem bietet das Haus Wohnmöglichkeiten während der Krankenhausaufenthalte.

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