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Landkreis Göttingen: 20 Millionen Euro für Neubau von zwei Schulen in Duderstadt

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Von: Michael Caspar

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Freuen sich auf den Erweiterungsbau auf dem Gelände des Duderstädter Schulzentrums Auf der Klappe: (von links) Gesine Weinmiller, Marcel Riethig, Doreen Fragel, Michael Großmann und Stephan Buddatsch.
Freuen sich auf den Erweiterungsbau auf dem Gelände des Duderstädter Schulzentrums Auf der Klappe: (von links) Gesine Weinmiller, Marcel Riethig, Doreen Fragel, Michael Großmann und Stephan Buddatsch. © Michael Caspar

Größtes bildungspolitisches Projekt im Landkreis Göttingen: Für 20 Millionen Euro erhalten das Eichsfeld-Gymnasium und die Pestalozzi-Schule in Duderstadt ein gemeinsames Gebäude.

Duderstadt – Viel Raum für Begegnungen zwischen Gymnasiasten und Förderschülern sieht der Gebäudeentwurf vor, mit dem sich das Berliner Büro Weinmiller Großmann bei einem Architekten-Wettbewerb unter 16 Teilnehmenden durchsetzte. „Vorgesehen ist ein großer, gemeinsamer Eingangsbereich“, erläutert Architektur-Professorin Gesine Weinmiller. Die jungen Menschen der beiden Schulen teilen sich das Erdgeschoss und die erste Etage. Den zweiten Stock wird nur das Gymnasium nutzen.

Schulen teilen sich Neubau

Auf allen Etagen gruppieren sich jeweils mehrere Klasseräume um einen Lichthof. Die Schüler können sich dort in Sitzenecken zurückziehen, etwa um gemeinsam zu lernen. Insgesamt stehen beiden Schulen im Neubau 2500 Quadratmeter zur Verfügung. Jetzt beginnt die Detailplanung. „2024 planen wir den ersten Spatenstich“, kündigt Landrat Marcel Riethig (SPD) an. Die Schulen sollen das Gebäude im Herbst 2025 beziehen.

Das Gymnasium, das mit einem Altbau bereits im Schulzentrum vertreten ist, kann dann dort auch die fünften und sechsten Klassen unterrichten, hebt Schulleiter Steffen Hartmann hervor. Lob für den „tollen Entwurf“ gibt es von Pestalozzi-Schulleiterin Gaby Aßmann. In den Neubau zieht zudem die von der Caritas betriebene Tagesstätte St. Raphael ein, die im Förderbereich geistige Entwicklung aktiv ist. Sie will die Zahl der betreuten Kinder von derzeit 39 auf dann 70 Schüler erhöhen.

Einen positiven Effekt erhofft sich Stefan Hoppe, der die benachbarte Heinz-Sielmann-Realschule leitet. Das Gymnasium hat in der Vergangenheit Räume der Realschule nutzen dürfen. Nun könnten sich die Schulen Funktionsräume teilen, regt Hoppe an.

Spatenstich für 2024 geplant

Auf die Laubengänge des geplanten Neubaus macht die Erste Kreisrätin, Doreen Fragel, aufmerksam. Sie sorgen dafür, dass sich die Räume im Sommer nicht zu sehr aufheizen. Die Dachflächen des überdurchschnittlich energieffizienten Gebäudes werden begrünt und mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Ein Anschluss an das bereits bestehende Nahwärmenetz ist vorgesehen.

Die Außenanlagen werden über Bereiche verfügen, wo Jugendliche toben oder auch zur Ruhe kommen können, führt Landschaftsarchitekt Stephan Buddatsch vom Berliner Büro Topos aus. Es gibt zudem Bereiche für Schüler, die besonders beaufsichtigt werden müssen.

Bürgermeister Thorsten Feike (FDP) freut sich über die Stärkung der Inklusion. Duderstadt, wo der Prothetik-Weltmarktführer Ottobock ansässig ist, könne die inklusivste Stadt der Republik werden, meint Feike. Das berühre ihn, denn einer seiner Großväter sei beinamputiert, der andere blind gewesen. (Michael Caspar)

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