Debütroman aus Göttingen

„Ein Jahr Weihnachten“ von Jeanine Rudat

Obere Königsstraße Kassel mit Weihnachtsbeleuchtung 2019
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Der Roman „Ein Jahr Weihnachten“ erzählt die Geschichte einer Studentin aus Kassel.

Jeanine Rudat aus Göttingen hat an einem Schreibwettbewerb des Piper-Verlags teilgenommen und ihr erstes Buch geschrieben: Ein Weihnachtsroman.

Göttingen / Kassel – Marlene ist überzeugt, Weihnachten ist für sie verflucht. Alle schlimmen Ereignisse in ihrem Leben sind an diesem Fest geschehen: Ihre Eltern haben sich getrennt, ihre Mutter ist gestorben und zuletzt hat auch noch ihr Freund mit ihr Schluss gemacht. Deshalb beschließt die Studentin aus Kassel, Weihnachten nicht mehr zu feiern, zumindest nicht mehr im Dezember.

Mit dieser Geschichte feiert die Göttingerin Jeanine Rudat ihr Roman-Debüt „Ein Jahr Weihnachten“. Die Idee kam ihr, als der Piper-Verlag 2020 einen Ideenwettbewerb für neue Weihnachtsgeschichten ausrief, erzählt die 40-Jährige. „Ich wollte mit einer Geschichte mitmachen, die es noch nicht gab“, sagt sie. Liebesgeschichten zur Adventszeit gebe es viele, so sei ihr die Idee gekommen, ihre Geschichte außerhalb der Feiertage spielen zu lassen. Mit ihrer Leseprobe gehörte sie zu den zehn besten Teilnehmern, erzählt die Presserefentin. Obwohl sie den Wettbewerb nicht gewann, bot ihr der Verlag einen Vertrag für ihre Buchidee an. „Das war Ende März, die Abgabe war Ende Mai.“ So schrieb sie nach der Arbeit und am Wochenende und nahm sich schließlich Urlaub, um das Buch rechtzeitig abzugeben. „Ich habe es mir im Mai weihnachtlich gemacht, um mich in die Geschichte einzufühlen – mit Duftkerze, Kakao und Weihnachtsmusik.“

Seit ihrer Kindheit liebe sie Weihnachten und genieße die besinnliche Zeit. „Ich stürze mich nicht in Shoppingexzesse. Ich backe Kekse, schmücke die Wohnung und genieße beim Spazieren gehen die Lichter in den Häusern.“ Auch die Protagonistin ihres Buchs liebe Weihnachten – deshalb feiert sie Weihnachten an allen Monaten, außer im Dezember.

In der Tat habe ihr Roman autobiografische Züge. So sei ihr Vater an Krebs gestorben, als sie Studentin war. „Ich wollte eine Hauptfigur, die lernt, mit einem Schicksalsschlag umzugehen.“ Mit ihrem Roman wolle sie den Mut geben, nach einer solchen Erfahrung nicht aufzugeben. „Irgendwann wird wieder etwas Schönes passieren, auch wenn es sich erst nicht so anfühlt.“

Von Kim Henneking

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