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Ein Märchen voller magischer Momente in der Lokhalle

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Von: Walter Gleitze

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So hoch fliegt natürlich kein normaler Basketballer: Die Dunking Devils nutzten Minitrampoline, um zu solch spektakulären und erfolgreichen Abschlüssen („Dunks“) zu kommen.
So hoch fliegt natürlich kein normaler Basketballer: Die Dunking Devils nutzten Minitrampoline, um zu solch spektakulären und erfolgreichen Abschlüssen („Dunks“) zu kommen. © HUbert Jelinek

Es war ein Abend mit märchenhafter Magie, den die Zuschauer in der Lokhalle bei der Rückkehr vom Feuerwerk der Turnkunst nach Göttingen erlebten.

Göttingen – Erstmals in der Historie der berühmten Turnkunst-Show erzählen die Artisten und Darsteller in dieser Spielzeit eine zusammenhängende Geschichte auf der Bühne.

Nein, nein, liebe Fans der BG Göttingen! Sie haben kein vorweggenommenes Spiel des derzeit so starken Basketball-Bundesligisten verpasst. Die Jungs, die am Dienstagabend in der Lokhalle so eindrucksvoll durch die Luft flogen und atemberaubende Kunststückchen mit spektakulären „Dunks“ am Korb präsentierten, waren nicht die Top-Stars der Veilchen, sondern die „Dunking Devils“.

Ein Märchen voller magischer Momente in der Lokhalle

Das Sujet passte aber gerade in Göttingen eben gut bei dem derzeitigen Erfolg der BG-Basketballer. Pech indes: Ein neuer Spieler für die Veilchen war nicht in den Reihen der Combo aus Slowenien, der Heimat von NBA-Superstar Luka Doncic.

Die „Basketball-Teufel“ gehörten zweifellos zu den Highlights der Auflage Nummer 34 des Feuerwerks der Turnkunst unter dem Motto „Spirit“. Begeistern konnten die Slowenen auch mit ihrer Trampolinnummer, bei der sie lediglich aufgrund der verschiedenfarbigen LED-Lichteffekte, die sie am Körper trugen, sichtbar waren.

Es wurde das erste Mal in der Historie dieses Feuerwerks eine Geschichte erzählt – ein Märchen um ein Goldwesen im Wald, verkörpert von Charlotte Martin aus dem Turnkunst Showteam.

Auffällig war vor allem die ausgefeilte Technik mit Bildern auf den Elektrobanden, die meist einen sagenumwobenen Wald zeigten, rund um die Aktionsfläche. Auffällig aber auch die Synchronität der Turnkunst-Band – zwei Violonistinnen, eine Chellistin, eine Drummerin, ein Gitarrist, ein Bassist und ein Pianist, die auch sangen – mit den Akteurinnen und Akteuren. Für die Schmunzelmomente sorgte der Ukranier Mikhail Usov.

Diese Show lebte vor allem auch von den Duos, die sich – mal an Ringen, mal an Bändern oder auch an einer Stange – fast bis unter die Decke der Lokhalle ziehen ließen, um dort mit atemberaubenden Drehungen, dem Festhalten des Partners und umgekehrt, die Zuschauer in Erstaunen zu versetzen.

Unglaublich allerdings auch der Berliner Tim Kriegler mit seiner Akrobatik auf einer runden Platte unter anderem mit Handständen und Spagaten, die an ein Gummi-Wesen erinnern, wie auch seine Luftakrobatik-Show. Genauso fesselnd das Trio Bellisimo aus der ukrainischen Hauptstadt Kiew.

Körperbeherrschung in Vollendung

Sie zeigten Körperbeherrschung in Vollendung und auf allerhöchstem Niveau. Die Scandinavian Boards bildeten den Abschluss dieses kurzweiligen Abends mit ihren halsbrecherischen Sprüngen auf drei Schleuderbrettern, die ihnen beim Cirque du Demain in Paris 2022 einen niemals zuvor vergebenen Sonderpreis einbrachten.

Tickets für die dritte und letzte Show am Donnerstag (17 Uhr) in Göttingen gibt es noch an der Abendkasse. Und das Motto für 2024 steht auch schon fest: Heartbeat.

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