Feiern gegen Rassismus und Gewalt

Ein Zeichen für Toleranz: viele Besucher beim Fest „Buntes Göttingen“

Göttingen ist farbenprächtig: Musikalisch begleitet vom African Culture Club sorgten die Tänzerinnen und Tänzer des Vereins „AmericArte y Ciencia“ Göttingen für Stimmung bei dem Fest für Toleranz und Vielfalt. Foto: Schröter

Göttingen. Viel los war am Samstag vor dem Alten Rathaus, wo sich die Uni-Stadt erneut mit einem Fest als vielfältige, weltoffene und tolerante Stadt präsentierte.

Die Botschaft, ausgesendet von vielen, vielen Teilnehmern war klar: In Göttingen hat Gewalt, Faschismus und Rassismus keinen Platz.

Knapp 40 Organisationen, Institutionen, Initiativen, Vereine und Verbände von Amnesty International bis zum Tamilischen Integrationsverein, vom Kulturzentrum Musa bis zum SC Hainberg waren der Einladung der Stadt gefolgt, um unter dem Motto „Buntes Göttingen“ für Demokratie und Toleranz zu werben.

Auf der großen Bühne luden Gruppen und Künstler wie der African Culture Club, das Tanz-Zentrum Göttingen, Albi Bührmann, Heidi Köpp-Junk oder der Verein „AmericArte y Ciencia Göttingen“ mit ihren Darbietungen zu einer Reise um die Welt ein.

Um Themen wie Demokratie, Fluchtursachen, Aufarbeitung der historischen Vergangenheit und rechtsorientierte Gewalt ging es in Diskussionen, die auf der Bühne begonnen und dann im Informationszelt der Stadt Göttingen weitergeführt werden konnten.

Nicht auf dem Programm gestanden hatte der Protest einiger Aktivisten mit Antifa-Flaggen und Transparenten, die zwischenzeitlich die Bühne eroberten – sie protestierten gegen die Abschiebung einer Eritreischen Frau von Göttingen nach Italien in der vergangenen Woche. Lautstark machten sie ihrem Unmut Luft und forderten, die Umstände für Geflüchtete deutlich zu verbessern.

Während das Publikum zustimmend applaudierte, ließ die Polizei, die das Fest mit einigen wenigen Beamten begleitete, die Aktivisten gewähren, bis diese von alleine die Bühne wieder verließen und Moderatorin Martina Frigge-Filbir mit dem Programm fortfahren konnte.

„Das ist eine richtig schöne Geschichte, die die Stadt Göttingen da auf den Weg gebracht hat“, lobte der Grünen-Bundestagsabgeordnete Jürgen Trittin, der wie zahlreiche andere Politiker das Fest besuchte, vor allem die „unglaublich große Beteiligung und die Tatsache, dass dieses Fest quer durch alle Parteien getragen wird.“ (per)

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