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Stadt und Kreis Göttingen stellen ein Zentrum zum Schutz der Kinder auf die Beine

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Von: Thomas Kopietz

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Ein Bild des Gebäudes an der Nikolaistraße in Göttingen: Hier soll das Kinderzentrum entstehen.
Nikolaistraße 28a – Haus in der südlichen Innenstadt von Göttingen: Hier wird bald das Kinderzentrum von Stadt und Landkreis einziehen. © Thomas Kopietz

Stadt und Landkreis Göttingen stellen ein gemeinsames Kinderschutzzentrum, das fünfte dieser Art in Niedersachsen, auf die Beine.

Göttingen – Träger sind Awo, Caritas und der Verein Frauen-Notruf mit der Phoenix Kinder- und Jugendberatungsstelle. Standort wird das Erdgeschoss im Haus Nikolaistraße 28a in der südlichen Innenstadt von Göttingen.

„Im Kinderschutzzentrum sollen die Themen Kinderschutz und Kinderrechte in Stadt und Kreis zentral verortetet und damit für alle Bürger, Kinder, Jugendliche und Eltern sowie Fachkräfte sichtbarer und zugänglicher werden“, beschreibt Vera Schreiber, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Awo Göttingen.

„Wir wollen, dass die Wege kürzer werden“, formuliert Ulrike Brockhaus vom Frauen-Notruf mit der Phoenix Kinder- und Jugendberatungsstelle ein Ziel des Kinderschutzzentrums.

„Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die Hilfe brauchen oder sich für andere engagieren, brauchen eine zentrale Anlaufstelle. Bislang sind Angebote noch nicht einfach genug zugänglich, vor allem für Kinder“, sagt die Psychologin.

Entsprechend soll das Kinderschutzzentrum in erster Linie eine „Scharnier- und Lotsenfunktion ins Hilfesystem“ sein. Dabei werden vorhandene Strukturen vernetzt, Angebotslücken geschlossen. Man werde sich um alle Formen von Kindeswohlgefährdung kümmern, wie es heißt. Grundlage sind dabei die Erfahrungen und Kompetenzen der drei Partner in Beratung, Prävention und Fortbildung.

Die Initiative für das neue Kinderschutzzentrum ging von den Jugendhilfeausschüssen für Stadt und Landkreis aus, die im Sommer 2021 den Auftrag zu Kooperationsverhandlungen gegeben hatten – an die Fachbereiche Stadt und Landkreis, mit deren Hilfe das Zentrum gegründet wird.

Die drei Kooperationspartner wirken bereits über die eigene Institution hinaus maßgeblich an Strukturen und Inhalten des Kinderschutzes in Südniedersachsen mit. So sind sie alle seit 2012 im Netzwerk „Frühe Hilfen und Kinderschutz von Stadt und Landkreis Göttingen“ aktiv vertreten.

„Caritas, Frauen-Notruf/ Phoenix und Awo bringen ein hohes fachliches Niveau in der fallbezogenen und konzeptionellen Kinderschutzarbeit mit“, betont Dr. Rebekka Martinez Méndez, Leiterin der Beratungsstelle für Kinder, Jugendliche und Eltern der Caritas Südniedersachsen.

Es wird auch Neuigkeiten geben: Frauen-Notruf/Phoenix bauen einen eigenständigen Fachbereich zum Themenfeld geschlechtsbezogene Gewalt auf. Dazu gehört in erster Linie die sexualisierte Gewalt, aber auch Partnerschaftsgewalt.

Bei seelischer und körperlicher Misshandlung sowie Vernachlässigung stützt sich das Kinderschutzzentrum auf die Expertise von Awo und Caritas. (Thomas Kopietz)

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