Landgericht Göttingen: Einbrecher-Duo muss für Jahre in Haft

Bundesgerichtshof bestätigte Entscheidungen des Göttinger Landgerichts

Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier war das Duo verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Urteile zur Haftstrafe jetzt.
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Der Eingang zum Landgericht Göttingen: Hier war das Duo verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof bestätigte die Urteile zur Haftstrafe jetzt.

Es bleibt dabei: Zwei aus Albanien stammende Männer müssen wegen einer Serie von Wohnungseinbrüchen und Diebstählen in Göttingen und anderen Orten für mehrere Jahre ins Gefängnis.

Göttingen/Uslar – Der ergibt sich aus einem jetzt veröffentlichten Beschluss des Bundesgerichtshofes. Demnach hat der für das Verfahren zuständige 6. Strafsenat die Revisionen der beiden Angeklagten gegen ein Urteil des Landgerichts Göttingen als unbegründet verworfen.

Landgericht Göttingen: Die verhängten Haftstrafen sind rechtskräftig geworden

Da der BGH die letzte Instanz in Strafsachen ist, sind die verhängten Haftstrafen somit rechtskräftig geworden. Der Bundesgerichtshof änderte nur die Entscheidungen zur Einziehung des Wertes der erbeuteten Gegenstände ab, welche die Angeklagten bei ihren Diebestouren erlangt hatten (Aktenzeichen 6 StR 129/20).

Das Landgericht hatte die aktuell 28 und 30 Jahre alten Männer Anfang Januar zu Freiheitsstrafen von fünfeinhalb Jahren beziehungsweise fünf Jahren und drei Monaten verurteilt.

Landgericht Göttingen: Das Auto wurde später in Friedland aufgefunden

Nach Überzeugung der Richter waren die Angeklagten Ende Oktober 2018 aus Albanien nach Deutschland eingereist, um hier Diebstähle zu begehen. Kurz nach ihrer Ankunft entwendeten sie zunächst in Hamburg einen Pkw im Wert von 30 000 Euro, den sie dann für ihre Diebestouren benutzten.

Das Auto wurde später in Friedland aufgefunden. Nachdem sie zunächst einige Wohnungseinbrüche in Norddeutschland begangen hatten, verlegten sie ihr Tätigkeitsfeld nach Südniedersachsen und Westthüringen.

Landgericht Göttingen: Es gab jede Menge Spuren

Bei ihren diversen Einbrüchen, unter anderem in Nesselröden, Uslar und Göttingen, hatten sie es vor allem auf Bargeld, Schmuck und Uhren abgesehen. Zwischendrin entwendeten sie zudem noch einen weiteren Pkw.

Das Gericht hatte vor allem deshalb keinerlei Zweifel daran, dass die Angeklagten diese Taten begangen hatten, weil es jede Menge Spuren gab. Die Ermittler hatten an den Tatorten sowohl zahlreiche Finger- und Schuhabdrücke als auch DNA-Spuren sichergestellt.

Landgericht Göttingen: Es gab diverse Foto- und Videoaufnahmen

Außerdem gab es diverse Foto- und Videoaufnahmen von ihnen. So waren sie unter anderem bei einer Einbruchstour mit einem gestohlenen Pkw bei Benniehausen im Landkreis Göttingen geblitzt worden.

Bei einem Einbruchsversuch in Göttingen wurden sie von einer Videokamera gefilmt, wie sie auf dem Grundstück herumstromerten und versuchten, die Kamera abzudecken. (Heidi Niemann)

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