Prozess

Einbruchserie und Vergewaltigung: Landgericht Göttingen verurteilt 37-Jährigen zu neun Jahren Haft

Zu sehen ist die Außenansicht des  Landgerichts Göttingen mit einem Hinweisschild zum Eingang.
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Außenansicht Landgericht Göttingen: Ein 37-Jähriger ist wegen Einbrüchen und Vergewaltigung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe verurteilt worden

Der 37-jährige Mann hatte im November 2020 wegen Einbrüchen und Diebstählen eine Haftstrafe von fünf Jahren erhalten. Nun ist er wegen Vergewaltigung erneut verurteilt worden.

Göttingen – Ein 37-jähriger Angeklagter aus dem Kosovo, der erst im November 2020 wegen einer Serie von Wohnungseinbrüchen und Diebstählen zu fünf Jahren Haft verurteilt worden war, hat sich nur wenige Monate später erneut vor dem Landgericht Göttingen verantworten müssen.

Diesmal befanden ihn die Richter der Vergewaltigung in fünf Fällen für schuldig und verurteilten ihn zu einer neuen Gesamtfreiheitsstrafe von neun Jahren. Außerdem habe die Kammer seine Unterbringung in einer Entziehungsanstalt angeordnet, teilte ein Gerichtssprecher mit.

Einbrüche, Diebstähle und Vergewaltigung: Staatsanwaltschaft forderte zehneinhalb Jahre Haft

Die Richter sahen es als erwiesen an, dass der Angeklagte eine Tochter seiner Lebensgefährtin mehrfach vergewaltigt hatte. Mit ihrem Urteil blieb die Kammer unter dem Antrag der Staatsanwaltschaft, die eine neue Gesamtfreiheitsstrafe von zehneinhalb Jahren gefordert hatte. Der Verteidiger hatte dagegen auf eine „maßvolle“ Gesamtfreiheitsstrafe plädiert.

Das Gericht hielt auch die in dem früheren Urteil angeordnete Einziehung von rund 55 000 Euro aufrecht. Dieser Betrag entspricht dem Wert des Bargeldes und der Gegenstände, die der Angeklagte bei seinen Einbrüchen erbeutet haben soll.

Einbrüche, Diebstähle und Vergewaltigung: Zur Tatzeit noch unter Bewährung

Die Polizei hatte damals bei ihm noch einiges Diebesgut sicherstellen können, darunter Münzen, Schmuck sowie diverse Tablets und Uhren. Auch diese Gegenstände unterliegen weiter der Einziehung.

In dem vorherigen Prozess um die Einbruchsserie waren auch zwei 24 und 41 Jahre alte Rumänen mitangeklagt gewesen, die jeweils Bewährungsstrafen erhielten. Die drei Männer hatten dem Urteil zufolge zwischen September 2018 und Februar 2019 zahlreiche Einbrüche und Diebstähle im Göttinger Stadtgebiet verübt.

Der 37-jährige Hauptangeklagte war erst 2017 wegen ähnlicher Taten verurteilt worden und stand zur Tatzeit noch unter Bewährung. (Heidi Niemann)

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