Gebäude für Laborinstrumente-Fertigung in Göttingen

Eine neue Halle als Symbol für das Unternehmen Sartorius

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Neues Gebäude, traditionelles Produkt: Bei der Einweihung der Sartorius-Halle erklärte Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg Stephan Weil die Geheimnisse bei der Produktion von Präzisionswaagen.

Göttingen. 500 Millionen Euro steckt die Sartorius AG bis Ende 2018 in den Ausbau ihres Campus. Im Industriegebiet Grone ist das mit 42 Millionen Euro teuerste Einzelprojekt fertig.

Dabei handelt es sich um eine architektonisch beeindruckende Halle für die Fertigung von Laborinstrumenten.

Bautechnisch bedeutend ist, dass das Gebäude, in dem hochpräzise Waagen gebaut werden, gegen Temperaturschwankungen und Vibrationen geschützt ist – dafür sorgt ein „entkoppeltes“ Fundament“.

Gut drei Fußballfelder groß ist das Gebäude. Auf 25.000 Quadratmetern fertigen etwa 450 Mitarbeiter Laborgeräte wie Waagen, Reinwassersysteme und Feuchtmessgeräte – also auch traditionelle Sartorius-Produkte, die trotz der in den vergangenen Jahren vorangetriebenen Neuausrichtung auf die boomenden Bereiche Bio-Technologie-Erzeugnisse und Bio-Medikamente weiter ihre Bedeutung haben werden.

Hell und klar: Das Atrium des Gebäudes, in dem Laborinstrumente bei Sartorius gefertigt werden.

Besonderheit ist auch, dass nun mehrere Standorte und unterschiedliche Bereiche der Labor-Sparte unter einem Dach zusammengeführt wurden: Teilefertigung, Prototypenbau, Kalibrierungszentrum, Ausbildungswerkstatt und Administration.

Der Neubau der Produktionshalle stehe für das Sartorius-Bekenntnis zu Göttingen, sagte Vorstandsvorsitzender Dr. Joachim Kreuzburg vor 250 Gästen, darunter auch Ministerpräsident Stephan Weil. Das Land hat zu den Baukosten von 42 Millionen Euro 4,2 Millionen beigesteuert – gebunden an die Schaffung von Arbeitsplätzen.

Der Neubau hat übrigens wenig gemein mit einer einstigen Industrie-Fertigungshalle: Sie ist luftig und hell, 7000 Quadratmeter Glasflächen sorgen dafür, dass Tageslicht in alle Bereiche fällt. Die neue Halle ist bereits preisgekrönt, hat den Ingenieur-Preis des Deutschen Stahlbaues gewonnen. Der Bau sei ein Sinnbild für Dynamik und Solidität der dort gefertigten Laborwaagen, so die Jury.

Am Donnerstag folgt die zweite Auszeichnung: Diesmal gibt es den European Steel Design Award 2017, wie Architekt Rathmann in seiner Rede verriet.

Eine Sartorius-Mitarbeiterin bei der Fertigung von Laborinstrumenten.  

Die Grußwortredner übrigens sparten nicht mit Lob in Richtung Unternehmensführung: Ministerpräsident Stephan Weil nannte die Entwicklung von Sartoruis „großartig“. Das Unternehmen zeige, wie viel Potenzial in Göttingen und der Region Südniedersachsen stecke. Vor allem sei Sartorius in einem Zukunftsmarkt der Bio-Medizin unterwegs und spiele dort in der weltweiten Champions-League der Unternehmen mit.

Oberbürgermeister Rolf-Georg Köhler bezeichnete den Neubau als „ein Spiegelbild der Sartorius AG“ und ihrem Weg nach oben. „Internationalität und lokale Verbundenheit – Sartorius zeigt, wie das geht. Den entstehenden Sartorius-Campus bezeichnete Köhler als „neues Markenzeichen der Stadt“.

Da blieb Joachim Kreuzburg nur die spaßige Feststellung: „Bei so viel Lob muss ich aufpassen, dass ich nicht rot werde. Er bedankte sich bei allen Mitarbeitern, die all die positiven Entwicklungen bei Sartorius erst möglich machten.

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