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Neues Programm: Das Junge Theater bringt (N)Einhörner und Vampire auf die Bühne

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Von: Eva Krämer

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Ein Teil des Teams des Jungen Theaters Göttingen mit Intendant Nico Dietrich.
Das Team des Jungen Theaters Göttingen stellt das neue Programm vor, vorne Intendant Nico Dietrich. © Eva Krämer

Das Junge Theater Göttingen stellt sein neues Kinder- und Jugendprogramm vor. Mit dabei unter anderem: Rüdiger, der kleine Vampir.

Göttingen – Anton liebt Gruselgeschichten, vor allem Geschichten über Vampire. Doch von einem so netten Vampire wie Rüdiger hat Anton noch nie gehört.

„Der kleine Vampir“ ist nur eins von vielen Stücken im neuen Kinder- und Jugendprogramm des Jungen Theaters in Göttingen. „Der kleine Vampir ist wirklich eine bezaubere Lesung mit besonders vielen Spinnenweben im Theatersaal“, sagt Nico Dietrich, Intendant des Jungen Theaters.

Neues Kinder- und Jugendprogramm: Auch Janosch Klassiker dabei

Doch um ein Theaterstück zu sehen, müssen Kinder und Jugendliche nicht ins Theater kommen. „Viele Stücke können in Kindergärten und Schulen aufgeführt werden“, erklärt Dietrich. So auch „Ich mach dich gesund, sagt der Bär“, von Janosch – ein Theaterstück für Kinder ab vier Jahren. „Wir kommen kostenlos in den Kindergarten. Die Eltern können dann so viel Geld geben, wie sie möchten“, sagt Dietrich.

Auch Aufführungen für Jugendliche stehen auf dem Programmplan. In der szenischen Lesung „Die Zertrennlichen“ geht es um Sabah aus Algerien und Romain aus Frankreich. Aus den Vorurteilen der Eltern entwickelt sich bald eine offene Feindschaft. „Das Stück ist ganz neu. Es behandelt ein Thema was unter Kindern und Jugendlichen nicht fremd ist“, sagt Dietrich. Auch dieses Stück kann an Schulen aufgeführt werden.

Neues Kinder- und Jugendprogramm: Aufführungen in Schulen und Kindergärten

Zu vielen der Theaterstücke bietet das Junge Theater eine Vor- und Nachbereitung für die Kinder und Jugendlichen an. So auch zu „König Korczak oder Wenn ich wieder klein bin“. „Es geht darum, wie junge Menschen von Krieg, Hunger und Flucht erzählen“, so Dietrich. „Während der Proben begann der Krieg in der Ukraine. Das Thema ist also aktueller denn je.“

In dieser Theater-Saison treten auch wieder die Clubs des Jungen Theaters auf. So zeigt der Ausreißerklub, für Jugendliche zwischen 13 und 15 Jahren, das Stück „Neun Stiche.“ „Es geht um eine Schiffsreise, auf der ein dubioser Geschäftsmann mit neun Messerstichen getötet wird. Ein zufällig anwesender Ex-Cop nimmt dann die Ermittlung auf“, erklärt Sascha Gebert, Spielleiter des Ausreißerklubs.

„Es ist ein Krimi im Agatha Christie-Stil.“ Der Miniclub spielt „Das Neinhorn und die Schlangeweile.“: „Ein Sprachspiel von einem Einhorn was immer nein sagt und alles doof findet, was plüschig oder rosa ist“, sagt Nico Dietrich. Auch die anderen Clubs des Jungen Theaters präsentieren in den kommenden Wochen ihre Stücke.

Junges Theater plant eine Stadtteilperformance im Leineviertel

Eine besondere Aktion plant der Club Göttingen/Leineviertel. „Wir wollen einen forschenden Blick auf das Göttinger Leineviertel werfen“, sagt Isabelle Küster, die an der Spielleitung beteiligt ist. „Wir sind noch in der Findungsphase, aber es soll um die Demografie, die Historie und die Architektur im Viertel gegen.“ Bis zum Ende des Jahres soll eine interaktive Führung durch den Stadtteil entstehen. Bewohner sollen nicht nur ihre Geschichten erzählen, sondern die Zuschauer sollen auch private Wohnungen erkunden können.

„Ich freue mich, dass wir trotz der Pandemie, dem vollen Abendspielplan des Jungen Theaters und den schwierigen Umständen in den sich Kindergärten und Schulen befinden ein handfestes Kinder- und Jugendprogramm vorlegen können“, so Nico Dietrich. Das Programm bestehe sowohl aus einem frei buchbaren Programm für alle Altersklassen wie auch aus einem soziokulturellen Spielclubprogramm. (Eva Krämer)

Leineviertel: Gäste und Wohnungen gesucht - JT plant eine Stadtteilperformance

Das Junge Theater plant derzeit ein besonderes Theaterprojekt über das Leben und Wohnen im Leineviertel. Am Ende soll noch in diesem Jahr eine interaktive Führung durch das Leineviertel stattfinden.

Unter der Leitung des JT-Dramaturgen Christian Vilmar wurde bereits ein Spielclub im Leineviertel gegründet. Im Rahmen der interaktiven Führung, die bis zum Endes dieses Jahres entstehen soll, sollen nicht nur Bewohnerinnen und Bewohner des Leineviertels ihre ganz privaten Geschichten erzählen – es sollen auch private Wohnungen durch die Zuschauerinnen und Zuschauer erkundet werden können. Dazu sucht das Junge Theater nun Menschen aus dem Leineviertel, die bereit wären, ihre Wohnung für die Führung/Aufführung zur Verfügung zu stellen.

Jeder, der sich vorstellen kann, seine Geschichte zu erzählen oder seine Wohnung zu zeigen und mitmachen möchte, kann sich ab sofort bei Dramaturg Christian Vilma unter dramaturgie@junges-theater.de melden. (mzi)

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