Einstimmig: Dr. Marc Hudy wird neuer HAWK-Präsident

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Wird neuer Präsident der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst: Dr. Marc Hudy.

Göttingen/Hildesheim. Die Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst (HAWK) hat mit Dr. Marc Hudy einen neuen Präsident gewählt. Einstimmig hat sich der Hochschul-Senat am Mittwoch für den bisherigen Hauptamtlichen Vizepräsidenten und Geschäftsführenden Präsidenten entschieden.

Zur HAWK gehören in Göttingen die Fakultäten Naturwissenschaft und Technik, Ressourcenmanagement sowie der Gesundheitscampus, bei dem die Hochschule mit der Universitätsmedizin zusammenarbeitet. Die HAWK hat Standorte in Hildesheim, Göttingen und Holzminden.

Eine Findungskommission hatte Hudy zuvor vorgeschlagen, nachdem sich insgesamt sechs Bewerber vorgestellt hatten. Der 49-Jährige war der einzige hausinterne Bewerber. Im Anschluss an die Senatssitzung tagte der Hochschulrat der HAWK, der die Wahl ebenfalls einstimmig bestätigte.

Hudy, Jahrgang 1968, ist seit 2007 Hauptberuflicher Vizepräsident der HAWK. Seit Jahresbeginn ist er als Präsident mit der Wahrnehmung der Geschäfte beauftragt. Die Amtszeit von Vorgängerin, Prof. Dr. Christiane Dienel, war Ende 2016 ausgelaufen. Der Senat der HAWK hatte ihre Wahl für eine zweite Amtszeit aufgrund ihres Umgangs mit Antisemitismus-Vorwürfen gegen ein Seminar in Hildesheim beim Ministerium zurückgenommen.

Der Wahl Hudys muss noch das Wissenschaftsministerium zustimmen. Gewählt wird die neue Hochschulspitze für sechs Jahre. Eine zweite Amtszeit liefe über acht Jahre.

Noch vor der Abstimmung im Senat war Hudy im Rahmen einer hochschulöffentlichen Anhörung auf seine neun Monate Amtszeit als Geschäftsführender Präsident eingegangen: „Wir haben Konsequenzen aus den Antisemitismus-Vorwürfen gezogen und auf verschiedenen Ebenen Frühwarnsysteme und geschärfte Prozesse installiert, in deren Zentrum jeweils das ‚Mehr-Augen-Prinzip‘ steht.“

Dr. Marc Hudy: „Keine Hochschule im Land ist so gut und unmittelbar in ihre Regionen vernetzt wie die HAWK. Wir haben eine überdurchschnittlich hohe Absolventenquote. Bei uns brechen weniger ihr Studium ab, als anderswo. Für die Entwicklung der Hochschule werde ich auf Qualität, statt auf Quantität setzen.“

Jura-Studium in Hannover

Hudy hat in Hannover Jura studiert und sich später auf Forschung im Bereich der Jugendkriminalität spezialisiert. Er promovierte zum Thema Elektronische Fußfessel bei Prof. Dr. Christian Pfeifer vom Kriminologischen Forschungsinstitut Niedersachsen. Weitere Stationen führten ihn unter anderem als Wissenschaftlichen Referenten in den Landtag nach Hannover, als Dezernenten zur Bezirksregierung Hannover und als Amtsleiter zum Landkreis Schaumburg. Hudy ist verheiratet, hat einen Sohn und lebt in Hannover.

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