Größerer Akku soll Reichweite verbessern

Elektrobus zwischen Dransfeld und Göttingen fährt im Testbetrieb

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Probebetrieb zwischen Dransfeld und dem Göttinger Kauf-Park: Das neue Elektrofahrzeug für den Bürgerbus wird derzeit unter Realbedingungen getestet. 

Göttingen/Dransfeld. Der Bürgerbus pendelt inzwischen mit Elektroantrieb im Probebetrieb zwischen dem Göttinger Kauf-Park und Dransfeld. Inzwischen gibt es bereits feste Stammkunden unter den Fahrgästen.

Anfang November war der Bürgerbus mit einem Diesel-Kleinbus in den Linienbetrieb gegangen. Im Dezember wurde der Elektrobus ausgeliefert, der dauerhaft eingesetzt werden soll. Das Fahrzeug wird bei nasskaltem Winterwinter unter Realbedingungen getestet.

Als Problem hat sich herausgestellt: Die Batterieleistung reicht derzeit noch nicht aus, die drei zusammenhängenden Fahrten an den Vormittagen sowie an den Nachmittagen zu schaffen. „Es werden noch mehrere Tests erforderlich sein, bis der elektrische Bürgerbus im Linienverkehr auf die Strecke geht“, sagt Michael Neugebauer, Geschäftsführer der Göttinger Verkehrsbetriebe (GöVB). Das Unternehmen ist für die technische Betreuung des Fahrzeugs verantwortlich.

Hinter dem Projekt steht der Verein Bürgerbus Göttingen-Dransfeld, der die derzeit acht ehrenamtlichen Fahrer einsetzt. Nach Angaben des Vorsitzenden Thomas Berger-von der Heide reicht diese Zahl noch nicht für einen dauerhaften Linienbetrieb aus. Deshalb werden ständig weitere Fahrer gesucht.

In den nächsten Wochen und Monaten geht es jetzt darum, die Reichweite des neuen Elektrobusses zu erhöhen. Er soll bei einer Pause auf dem Gelände des Kauf-Parks mit Strom „nachgetankt“ werden. Dazu ist die Aufstellung weiterer Ladesäulen am Kauf-Park in Planung. Außerdem wird derzeit mit dem Fahrzeughersteller verhandelt, ob ein Akku mit größerer Leistung eingebaut werden kann. Vereinsvorsitzender Berger-von der Heide lobt die Neuanschaffung: „Das Fahrzeug fährt leise und bietet einen Platz für einen Rollstuhl.“

In der ersten Zeit wurde das neue Angebot nach Angaben des Vereinsvorsitzenden zögerlich angenommen. Inzwischen sitzen in der Regel zwei bis drei Fahrgäste, die meist Zeitkarten haben, im Bürgerbus. Um die Akzeptanz des Angebots zu erhöhen, soll der Bürgerbus möglicherweise ab Sommer über Hetjershausen fahren.

Kontakt: Verein Bürgerbus Göttingen-Dransfeld, Vorsitzender Thomas Berger-von der Heide, Tel. 05 51/9 57 09, E-Mail: info@buergerbus-goettingen-dransfeld.de

http://buergerbus-goettingen-dransfeld.de

Hintergrund: Bürgerbus ist Alternative zum regulären Linienverkehr

Der Bürgerbus bietet zwischen dem Göttinger Kauf-Park und Dransfeld eine zusätzliche Alternative zum regulären Linienverkehr. 

Der Bus startet an der Grundschule in Dransfeld montags bis freitags um 9.43, 10.43 und 11.43 Uhr sowie um 15.43, 16.43 und 17.43 Uhr in Richtung Kauf-Park. Zurück ab Kauf-Park geht um 9.11, 10.11 und 11.11 Uhr sowie um 15.11, 16.11 und 17.11 Uhr. Am Kauf-Park bestehen optimale Umsteigemöglichkeiten zu den Stadtbussen der Göttinger Verkehrsbetriebe. 

Die Fahrpläne des Bürgerbusses sind auch in den elektronischen Auskunftssystemen hinterlegt. Der Bus fährt mit der Liniennummer 63. Für die Benutzung muss ein Nahverkehrsfahrschein des Verkehrsverbundes Südniedersachsen (VSN) gelöst werden. 

Sobald der Prototyp zwischen Kauf-Park und Dransfeld eingesetzt wird, handelt es sich um den ersten elektrischen Bürgerbus Norddeutschlands.

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