Elektromobilität erleben: Sieben-Städte-Tour in Göttingen

Elektrisch unterwegs: Rudi Czipull, Landesverkehrswacht Niedersachsen, stellt Pedelcs vor.

Göttingen. Wie sich Elektromobilität anfühlt können Besucher des Kaufparks in Göttingen noch bis Samstag bei der „Sieben-Städte-Tour" erfahren.

Probefahrten in elektrischen Autos, auf Fahrrädern oder Einrädern - das niedersächsische Wirtschaftsministerium wirbt mit der landesweiten Tour für E-Mobilität.

Thomas Starke hat sich für den Golf GTE von Volkswagen entschieden. Zusammen mit Fahrbegleiter Yury Popkov steigt er in die elektrische Premiumvariante von VW ein. Der GTE ist ein „Plug-In-Hybrid“, erklärt Popkov - mit Elektro- und Benzinmotor.

Damit kombiniert das Fahrzeug viele Vorteile, wirbt Popkov während der Fahrt: Beim Beschleunigen und im Stadtverkehr ist der GTE vollkommen elektrisch unterwegs. Wird mehr Kraft benötigt, schaltet sich der Verbrennungsmotor zu. „Das ist gleich ein ganz anderes Fahren“, bemerkt Starke, als der Benziner aktiv wird, „da merkt man gleich, da arbeitet was.“ Der Elektromotor ist lautlos unterwegs. „Das ist eher so ein Dahingleiten“, findet der 26-Jährige aus Nörten-Hardenberg. Wenn er bremst, wird sogar der Akku des Fahrzeugs ein wenig aufladen - Rekuperation heißt das Fachwort dafür.

Durch die Kombination der beiden Motoren hat das Auto theoretisch eine Reichweite von 950 Kilometern. Rein elektrisch ist nach maximal 50 Kilometer Schluss. Danach hilft der Verbrennungsmotor. In der Grundausstattung kostet der Golf GTE 36.900 Euro, mit allen Extras 47.000 Euro.

Trotzdem spielt Thomas Starke spielt mit dem Gedanken, sich ein elektrisch betriebenes Fahrzeug zu kaufen. „Ich fahre bisher einen Golf mit Dieselmotor, aber durch meinen Arbeitsplatzwechsel lohnt sich das nicht mehr.“ Da er nur noch Kurzstrecke fährt, würde sich ein Elektromotor anbieten, findet er.

Der Golf GTE – ein „Plug-In-Hybrid“: Thomas Starke aus Nörten-Hardenberg testet bei der Sieben-Städte-Tour in Göttingen den Golf mit Benzin- und Elektromotor zusammen mit VW-Fahrbegleiter Yury Popkov.

Elektrisch mobil kann man aber auch auf zwei Rädern sein. Pedelecs, unterstützen den Fahrradfahrer mit einem Elektromotor. „60 bis 70 Kilometer weit kommt man. Je nachdem, wie man fährt“, erklärt Ralf Czipull von der Landesverkehrswacht Niedersachsen. Üblich sind Pedelcs, bei denen der Motor bis zu einer Geschwindigkeit von 25 Stundenkilometern hilf - dann ist nur Muskelkraft gefragt. Vor allem beim Anfahren hilft der Motor: Innerhalb kürzester Zeit ist man flott unterwegs. Deswegen wirbt Czipull auch gleich für richtige Sicherheit: Ohne Helm sollte niemand auf ein Pedelec steigen. Pedelecs, wie sie Czipull beim Kaufpark vorführt, haben ihren Preis: Mehr als 2000 Euro kostet ein „Impuls 2.0“ von Kalkhoff.

Die E-Bikes und E-Autos können auch am Samstag noch getestet werden - und zwar von 10 bis 17 Uhr auf dem Parkplatz des Kaufparks.

Sieben Städte-Tour für Elektromobilität

Das Niedersächsische Wirtschaftsministerium wirbt auf der Sieben-Städte-Tour für Elektromobilität. Göttingen ist die zweite Station.

Unter den 20 Ausstellern, sind Automarken wie VW, Renault und Citroen, aber auch Anbieter von E-Bikes und elektrischen Einrädern. Auch Landesverkehrswacht, Polizei, ADAC und Stromanbieter sind vor Ort. Die „Sieben-Städte-Tour“ ist bis Samstag in Göttingen. Besucher können von 10 bis 17 Uhr Testfahrten machen und sich über das Thema informieren. Wirtschaftsminister Olaf Lies wird am Samstag außerdem eine weitere Ladesäule für E-Autos auf dem Volksbank-Parkplatz beim Neuen Rathaus einweihen.

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